Wetterprognose

Sommersturm an der Ostsee: DWD warnt vor Sturmböen mit bis zu 80 km/h, Sturmfluten möglich

Am Mittwoch kann es an der deutschen Küste ungemütlich werden. Der DWD warnt vor Sturmböen, auch Sturmfluten sind möglich.

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An der Ostsee kann es am Mittwoch windig werden.

An der Ostsee kann es am Mittwoch windig werden.

© Bernd Wüstneck/dpa

An der deutschen Ostseeküste droht am Mittwoch ein kräftiger Sommersturm. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Sturmböen und möglichen Sturmfluten – eine für die Jahreszeit ungewöhnliche Wetterlage.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) muss in Mecklenburg-Vorpommern mit Windböen von bis zu 60 Kilometern pro Stunde, örtlich mit stürmischen Böen um 70 Kilometern pro Stunde gerechnet werden. An der Ostseeküste seien auch Sturmböen von bis zu 80 Kilometern pro Stunde möglich. Für die Küste gelte die Wetterwarnstufe 2 („markantes Wetter“).

Sturmfluten im Sommer an der Ostsee ungewöhnlich

Wegen des anhaltend starken Windes kann es zu Sturmfluten kommen. Da die Ostsee nur geringe Gezeiten aufweise, entstünden Sturmfluten in der Region nahezu ausschließlich durch lang anhaltenden starken Wind, berichtete der Wetterdienst weather.com. Mit steigenden Pegelständen wachse auch die Gefahr lokaler Überflutungen. Betroffen sein könnten niedrig gelegene Hafenanlagen, Uferstraßen und Strandpromenaden.

Der kräftige Wind sorge zudem für hohen Wellengang. Aufenthalte auf Molen, an Kaimauern oder direkt an der Brandung könnten dadurch gefährlich werden, hieß es weiter. Auch an der polnischen Ostseeküste, insbesondere in Pommern und im Umfeld der Danziger Bucht, würden Sturmböen erwartet. Ursache sei ein anhaltender Nordwestwind, der das Wasser über viele Stunden gegen die Küste drücke.

Sturmfluten können an der Ostsee grundsätzlich zu jeder Jahreszeit auftreten. Klimatologisch sei die Wahrscheinlichkeit jedoch im Herbst und Winter am höchsten, wenn kräftige Tiefdruckgebiete und anhaltende West- oder Nordwestlagen dominierten, berichtete weather.com. Eine solche Entwicklung Anfang Juli sei daher ungewöhnlich.

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Während im Südwesten Deutschlands hochsommerliche Wärme erwartet werde, bleibe es an der Ostsee mit teils unter 20 Grad vergleichsweise kühl. Im Verlauf des Mittwochs soll der Wind nach Angaben des DWD leicht abnehmen. Es werde wechselnd bewölkt und bleibe meist trocken, die Höchstwerte lägen bei 19 bis 22 Grad. In Warnemünde läuft derzeit die Warnemünder Woche, eine Segelveranstaltung mit Volksfest, die noch bis zum 12. Juli andauert. Bislang konnten alle Veranstaltungen wie geplant stattfinden.

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