Artenschutz

Polar Bear Week: Zoo Rostock führt am Mittwoch durch das Polarium

Drei 45-minütige Führungen um 12, 13 und 14 Uhr sind im Eintritt enthalten; Besucher des Zoos brachten von 2018 bis 2025 insgesamt 82.750 Euro für den Eisbärenschutz auf.

Redaktion
2 Min
Eisbärenzucht: Im Polarium leben drei Eisbärinnen, seit 1956 zog der Zoo Rostock 37 Eisbärenjungtiere groß.

Eisbärenzucht: Im Polarium leben drei Eisbärinnen, seit 1956 zog der Zoo Rostock 37 Eisbärenjungtiere groß.

© Zoo Rostock/Matthias Drübbisch

Der Zoo Rostock bietet am Mittwoch, 4. November, drei Kurzführungen durch das Polarium an, wie der Zoo mitteilte. Anlass ist die Polar Bear Week, eine weltweite Aktionswoche zum Schutz der Eisbären, die von Sonntag bis 7. November läuft. Die Führungen beginnen um 12, 13 und 14 Uhr, dauern jeweils 45 Minuten und sind im regulären Zooeintritt enthalten. Treffpunkt ist der Eingang des Polariums an der Eichenallee bei den Pinguinen. Zoo-Guides erklären dort, wie sich die Tiere der Polar- und Meereswelten an extreme Bedingungen angepasst haben und was Eisbären in ihrer Heimat bedroht.

Im Polarium leben die Eisbärinnen Sizzel (11), Noria (10) und Lili (10). Seit 1956 zog der Zoo 37 Eisbärenjungtiere groß, seit 1980 führt er das Internationale Eisbären-Zuchtbuch. Danach lebten zum Jahresende 2025 weltweit 263 Eisbären in 112 Zoos. In freier Wildbahn gibt es nach Schätzungen rund 26.000 Tiere.

Rostocker Zoogäste gaben 82.750 Euro für Eisbärenschutz

Seit 2017 ist der Zoo als sogenanntes Arctic Ambassador Center Partner der Organisation Polar Bears International. Über freiwillige Artenschutzbeiträge der Besucher kamen von 2018 bis 2025 insgesamt 82.750 Euro für deren Projekte zusammen. Die Organisation setzt unter anderem ein Radarsystem ein, das Eisbären in der Nähe von Siedlungen früh erkennt. Es verhinderte in diesem Jahr in Nunavut im Norden Kanadas ein überraschendes Zusammentreffen von Menschen mit einer Eisbärenfamilie; ein zweites Gerät soll in Churchill in der Provinz Manitoba folgen. Weil das Meereis später zufriert, bleiben die Bären länger an Land, und Begegnungen mit Menschen werden wahrscheinlicher.

„Der Schutz der Eisbären ist eine internationale Aufgabe, bei der Forschung, Bildung und ganz praktische Maßnahmen ineinandergreifen müssen“, sagte Zoodirektorin Antje Angeli. Der Hafenbetreiber Rostock Port unterstützt den Zoo seit 2006 und ist Tierpate der Eisbären. Geschäftsführer Gernot Tesch will die Tiere während der Aktionswoche im Polarium besuchen.

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