PRESSESTIMMEN

BLZ
2 Min

Zur Antisemitismus-Diskussion schreibt die"Heilbronner Stimme"Ohne Not halst sich Deutschland eine Antisemitismusdebatte auf. Anstatt das Thema auf Normalmaß herunterzuköcheln, wird täglich neues Öl ins Feuer gegossen. Der deutsche Kanzler und sein Außenminister äußern sich öffentlich schwer besorgt. Und nun kommt sogar der Bundestag zu einer Sonderdebatte zusammen. Wo so viel Rauch ist, muss auch Feuer sein, denkt sich das Ausland. Es weiß nicht, dass diese Debatte nicht durch Fakten begründet ist, sondern vor allem aus machtpolitischen und wahltaktischen Gründen instrumentalisiert wird. Höchste Zeit, dass die Besonnenen in diesem Land wieder die Oberhand bekommen.Zum selben Thema meint das holländische"Algemeen Dagblad" Deutschland ist Gefangener seiner Geschichte. Es trägt große Verantwortung für den israelisch-palästinensischen Konflikt, denn ohne Hitler und ohne den Holocaust wäre kein jüdischer Staat gegründet worden. Die Debatte hebt sich krass ab von anderen Diskussionen über die deutsche Geschichte und damit auch über die deutsche Identität, die in immer kürzeren Abständen aufeinander folgen. Die Diskussionen machen deutlich, dass sich der deutsche Riese, die wichtigste Industrienation Europas, auf der Suche befindet. Patriotische Gefühle kennen unsere Nachbarn nur, wenn die Nationalmannschaft gewinnt. Ein Nationalgefühl wie in den Niederlanden oder in den USA ist ihnen fremd.Den Besuch des Bundespräsidenten in Prag kommentiert die tschechische Tageszeitung "Pravo"Das Präsidententreffen lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Die Zusammenkunft von Rau und Havel hat den deutsch-tschechischen Beziehungen nicht geschadet. Wenn es das gemeinsame Verhältnis zum Besseren verschoben haben sollte, dann allenfalls um einige Zentimeter. Das würde nicht etwa daran liegen, dass beide keinen guten Willen hätten - Havel und Rau bewegen sich jedoch über Tagespolitik, und das schränkt ihren Einfluss eben ein.Zum Thema Wahlkampf und Spendenaffäre meint die russische "Nowyje Iswestija""Nowyje Iswestija"Altes Belastungsmaterial wird für neue Opfer verwendet. In den schweren Zeiten des Wahlkampfes hat das Team von Gerhard Schröder bloßstellendes Material als bewährte Waffe wieder verwendet - die "schwarzen Kassen" der CDU. Dieses Streitthema hat 2000 bereits dafür gesorgt, dass Helmut Kohl und kurz darauf sein vermeintlicher Nachfolger Wolfgang Schäuble in Rente gingen. Schröders Mannen handelten damals äußerst weitsichtig. Die Vorwürfe gegen Stoiber waren bereits im Jahr 2000 bekannt, man hielt sie aber für "bessere Zeiten" zurück. Stoiber bestreitet derzeit alles. Wer in Wahrheit blufft, wird sich im Sommer herausstellen.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner