Auf der stark frequentierten Regionalexpress-Linie RE1 zwischen Brandenburg und Berlin sind im vergangenen Jahr doppelt so viele planmäßige Streckenkilometer aufgrund von Bauarbeiten ausgefallen wie im Jahr zuvor. Das geht aus einer Antwort des Brandenburger Verkehrsministeriums auf eine Kleine Anfrage der BSW-Fraktion im Landtag hervor.
Demnach fielen 2025 rund 240.000 Streckenkilometer wegen Baumaßnahmen aus. Im Jahr 2024 waren es lediglich 120.000 Kilometer. Auch andere Ausfallgründe, etwa umgestürzte Bäume, führten häufiger zu Zugausfällen: Sie schlugen zuletzt mit 70.000 nicht erbrachten Streckenkilometern zu Buche, gegenüber 50.000 Kilometern im Vorjahr.
Der Betreiber Odeg (Ostdeutsche Eisenbahn-Gesellschaft) erbrachte den Angaben des Ministeriums zufolge im vergangenen Jahr 92 Prozent der vertraglich vereinbarten Leistung auf der Linie. Im Jahr 2024 lag der Wert noch bei 95,3 Prozent. Zu berücksichtigen ist dabei, dass das vereinbarte Volumen um 50.000 auf insgesamt 3,88 Millionen Zugkilometer gestiegen ist.
Kritik am Baustellenmanagement der DB Infrago
Der RE1 gilt seit Jahren als Sorgenkind im Brandenburger Nahverkehr. Das Verkehrsministerium hatte zuletzt mehrfach das Baustellenmanagement der Bahntochter DB Infrago AG auf der Strecke bemängelt.
Zu den größeren Baustellen im vergangenen Jahr zählten die Arbeiten am neuen Bahnhof Fangschleuse sowie Gleisarbeiten in Westbrandenburg.
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