Weltmarktführer

Rostock: Kranbauer Liebherr erzielt Umsatzrekord

Liebherr Rostock erzielt 2025 einen Rekordumsatz von 695 Millionen Euro und stärkt seine Weltmarktführerschaft bei Hafenmobilkranen. Neue Investitionen sind geplant.

OAZ
3 Min
2025 konnte Liebherr Rostock seine Weltmarktführerschaft weiter ausbauen. (Blick auf das Gelände der Liebherr-MCCtecc Rostock GmbH, 02.01.2023)

2025 konnte Liebherr Rostock seine Weltmarktführerschaft weiter ausbauen. (Blick auf das Gelände der Liebherr-MCCtecc Rostock GmbH, 02.01.2023)

© IMAGO

Der Kranhersteller Liebherr hat an seinem Standort in Rostock im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatzrekord erzielt. Nach Unternehmensangaben erwirtschaftete die Liebherr-Rostock GmbH mit knapp 695 Millionen Euro ein Plus von mehr als 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders erfolgreich war das Segment der Hafenmobilkrane, in dem der Rostocker Standort seine Weltmarktführerschaft weiter ausbauen konnte.

Wie das Unternehmen mitteilte, verlief das Geschäftsjahr 2025 trotz der weltweit unsicheren geopolitischen und wirtschaftlichen Lage positiv. Während die Nachfrage im ersten Halbjahr zunächst rückläufig war, erholte sie sich in den folgenden Monaten und führte zu einem deutlichen Umsatzwachstum. Insbesondere in Nord-, Mittel- und Südamerika konnte Liebherr zusätzliche Marktanteile gewinnen. Innerhalb der Europäischen Union entwickelten sich die Geschäfte hingegen rückläufig, wobei die Ergebnisse in Deutschland weiterhin stabil blieben.

Mit einer Exportquote von mehr als 90 Prozent bleibt der Rostocker Standort klar international ausgerichtet. Liebherr beschäftigt hier rund 2.000 Mitarbeiter und plant den Bau einer neuen Werkhalle im Überseehafen, um die Produktion weiter zu optimieren und die Marktposition zu stärken. Diese Investition wird als Schlüsselmaßnahme für zukünftiges Wachstum betrachtet. Für das kommende Geschäftsjahr 2026 zeigt sich das Unternehmen vorsichtig optimistisch, da die Auftragslage im Bereich Hafenmobil-, Schiffs- und Offshore-Krane weiterhin robust ist.

Firmengruppe Liebherr ebenfalls stabil

Auch die gesamte Liebherr-Gruppe konnte 2025 ein leichtes Umsatzwachstum verzeichnen. Der Gesamtumsatz stieg auf 14,7 Milliarden Euro, verglichen mit 14,6 Milliarden Euro im Vorjahr. Unter dem Strich wurde dabei mehr verdient: Der Gewinn nach Steuern stieg von 258 Millionen auf 272 Millionen Euro.

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Gegründet wurde Liebherr 1949 von Hans Liebherr in Kirchdorf an der Iller. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich heute in Bulle, Schweiz. Trotz seiner globalen Ausrichtung bleibt Deutschland der wichtigste Produktions- und Arbeitgeberstandort des Familienunternehmens, das neben Kranen auch Bagger und Haushaltsgeräte produziert.

Zum Jahresende beschäftigte Liebherr weltweit 55.963 Personen, 1.235 mehr als im Vorjahr, wie das Unternehmen mitteilte. Deutschland ist nach Angaben einer Sprecherin der wichtigste Produktions- und Arbeitgeberstandort von Liebherr. Hier arbeiten rund 24.600 Menschen. Dies entspricht gegenüber 2024 einem leichten Wachstum von knapp 1 Prozent. (mit dpa)

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