Bei einem Übungsflug im Fernen Osten Russlands ist ein Langstreckenbomber vom Typ Tu-95 abgestürzt. Sechs Besatzungsmitglieder seien ums Leben gekommen, ein weiteres sei verletzt worden, meldete unter anderem die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass in ihrem Telegram-Kanal am Dienstag unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. Die verletzte Person sei in ein Krankenhaus gebracht worden.
Die Maschine stürzte demnach in einem unbewohnten Gebiet der Region Amur ab. Sie war den Angaben zufolge ohne Munition unterwegs. Eine Kommission der russischen Luft- und Weltraumstreitkräfte sei an die Absturzstelle entsandt worden, um die Ursache zu untersuchen, teilte das Ministerium laut Interfax mit.
Nach Angaben der Regionalregierung versuchte die Besatzung vor dem Absturz, die Tu-95 von Wohnhäusern fernzuhalten. Die Maschine sei bei einem Trainingsflug nahe dem Ort Krasnojarowo in Schwierigkeiten geraten, berichtete Interfax unter Berufung auf eine Mitteilung der Regierung. Das Flugzeug stürzte nach Angaben des Verteidigungsministeriums schließlich in unbewohntem Gebiet ab.
In nicht verifizierten in den sozialen Medien verbreiteten Fotos und Videos sollen Flammen und Rauch an der Absturzstelle in Amur zu sehen sein. Im Hintergrund zu hören sind zudem dröhnende und knisternde Geräusche.
Nahe China: In Region Amur liegt Militärflugplatz
Die Tu-95 gehört zu Russlands strategischen Langstreckenbombern und kann sowohl konventionelle als auch nuklear bestückte Marschflugkörper tragen. Maschinen dieses Typs werden auch für Angriffe auf die Ukraine eingesetzt.
Die Region Amur liegt im Fernen Osten Russlands an der Grenze zu China. Sie gehört zum asiatischen Teil des Landes. In der Region befindet sich auch der Militärflugplatz Ukrainka, auf dem Tu-95-Bomber stationiert sind. Ob die abgestürzte Maschine von dort gestartet war, teilte das Verteidigungsministerium zunächst nicht mit.
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