In Sachsen-Anhalt sind 2025 so wenige Kinder geboren worden wie in keinem Jahr seit der Wiedervereinigung. Insgesamt kamen 11.978 Kinder lebend zur Welt, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Das waren 548 Neugeborene oder 4,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Von den Babys waren demnach 6.147 Jungen und 5.831 Mädchen.
Damit setzt sich der Geburtenrückgang in dem Bundesland nach Angaben der Behörde bereits im neunten Jahr in Folge fort. Im Vergleich zu 2016 wurden zuletzt mehr als 6.100 Kinder weniger geboren.
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Parallel stieg die Zahl der Sterbefälle um 1,9 Prozent auf 34.865. Zwischen 2022 und 2024 war sie jeweils zurückgegangen. Die Standesämter registrierten 17.497 verstorbene Männer und 17.368 verstorbene Frauen. Weil zugleich weniger Kinder geboren wurden und mehr Menschen starben, wuchs das Geburtsdefizit auf 22.887. Das ist nach Angaben des Landesamtes der höchste Wert seit 1990.
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Magdeburg als einzige Region mit Geburtenzuwachs
Regional entwickelte sich die Zahl der Geburten unterschiedlich. Halle blieb mit 1.716 Neugeborenen die geburtenstärkste Stadt des Landes. Einen Zuwachs verzeichnete laut der Statistik allerdings nur Magdeburg, wo die Zahl der Geburten um 5,9 Prozent auf 1.682 Kinder stieg. In allen übrigen kreisfreien Städten und Landkreisen wurden weniger Kinder geboren als im Vorjahr. Die stärksten Rückgänge gab es im Burgenlandkreis, im Landkreis Wittenberg und im Harz.
Bei den Sterbefällen registrierten lediglich vier Regionen einen Rückgang. Am stärksten sank die Zahl in Dessau-Roßlau. Den größten Anstieg verzeichnete der Landkreis Wittenberg, wo 2025 mehr als zehn Prozent mehr Menschen starben als im Vorjahr.
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