Unternehmensnachfolge

Sächsischer Meilenstein 2026: Die Finalisten für den Nachfolgepreis stehen fest

Neun Firmen aus Dresden und Ostsachsen haben es ins Finale des Wettbewerbs zur Unternehmensnachfolge, dem „Sächsischen Meilenstein 2026“, geschafft.

3 Min
Die neun Nominierten für den Preis zur Unternehmensnachfolge, den Sächsischen Meilenstein 2026.

Die neun Nominierten für den Preis zur Unternehmensnachfolge, den Sächsischen Meilenstein 2026.

© Franziska Werner für Bürgschaftsbank Sachsen

Insgesamt hatten sich in diesem Jahr 76 sächsische Unternehmen um den Preis beworben, der erfolgreiche Unternehmensnachfolgen prämiert und von der Sächsischen Bürgschaftsbank verliehen wird. Die Auszeichnung wird in den drei Kategorien familieninterne, unternehmensinterne und unternehmensexterne Nachfolge vergeben. Ein überregionales Fachgremium aus Vertretern der sächsischen Wirtschaftskammern, des Wirtschaftsministeriums und der Bürgschaftsbank wählte die Finalisten aus, nachdem ein wissenschaftliches Team der HTW Dresden die Bewerbungen vorab analysiert hatte.

Der sächsische Wirtschaftsminister Dirk Panter, zugleich Schirmherr, betonte die Bedeutung gelungener Übergaben für den Erhalt von Arbeitsplätzen, Erfahrung und Innovationskraft in der Region. Christian Doerr, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Dresden und Mitglied des Verwaltungsrats der Bürgschaftsbank Sachsen, sieht in der Unternehmensnachfolge mehr als einen Generationenwechsel. Es gehe um die Wirtschaftsregion und um die Fortführung der erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung seit 1990.

Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden und Mitglied des Verwaltungsrats der Bürgschaftsbank Sachsen, Dr. Andreas Brzezinski, verwies darauf, dass die Suche nach einem geeigneten Nachfolger immer schwieriger werde. Der Wettbewerb um den Sächsischen Meilenstein mache deshalb erfolgreiche Übergaben sichtbar und solle Mut machen, Verantwortung zu übernehmen und den eigenen Betrieb in eine gute Zukunft zu führen.

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„Die Nominierten für den Sächsischen Meilenstein 2026 beweisen, wie viel Unternehmergeist nach wie vor im Osten des Freistaats herrscht. Sie haben ihre Angestelltenverhältnisse hinter sich gelassen, um den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen und eine Nachfolge anzutreten. Dabei zeichnen sich die Nachfolgerinnen und Nachfolger durch besonderen Weitblick aus“, lobt Markus H. Michalow, der Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Sachsen.

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Nominiert für den Preis sind folgende Unternehmen: Die Bäckerei Claus GmbH & Co. KG aus Coswig, die Dresdner Rahmenwerkstatt und die SHZ Sächsische Hebe- und Zurrtechnik GmbH aus Großröhrsdorf. Alle drei Firmen werden familienintern weitergeführt. Unternehmensinterne Nachfolgelösungen gibt es beim Berghotel Augustusberg aus Bad Gottleuba-Berggießhübel, beim Herrenausstatter Prüssing & Köll in Dresden und bei der Radeburger VAVONA GmbH.

Bürgschaften für die Nachfolgefinanzierung

Die Klockau Optik aus Bautzen, die Ostsächsische Gummiwerk Polenz GmbH aus Neustadt und  der Pulsnitzer Schließanlagenservice Leonhardt Houselock haben externe Nachfolger gefunden und es mit ihren Konzepten ebenfalls in die Finalrunde des Wirtschaftspreises geschafft.

Die Preisträger werden am 3. November 2026 auf Schloss Albrechtsberg in Dresden gekürt. Sie erhalten Preisgelder von insgesamt 17.000 Euro sowie ein filmisches Porträt. Der Wettbewerb wird seit 2011 von der Bürgschaftsbank Sachsen vergeben, die als Spezialkreditinstitut auch über Bürgschaften den Zugang zu nötigem Kapital für Firmenübernahmen erleichtert.

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