Filmfest

Neuer Schlingel-Festivaljahrgang startet mit „Neinhorn“ und „Häschenschule“

Seit über 30 Jahren hat sich das Festival „Schlingel“ Filmen für Kinder und Jugendliche verschrieben. Anfang Oktober lädt es erneut zu einer filmischen Weltreise – mit etlichen Premieren.

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Michael Harbauer, Festivaldirektor des Kinderfilmfestivals „Schlingel“, vor der Chemnitzer Oper. Das Festival geht dieses Jahr in seine 31. Auflage – mit vielen internationalen und nationalen Premieren.

Michael Harbauer, Festivaldirektor des Kinderfilmfestivals „Schlingel“, vor der Chemnitzer Oper. Das Festival geht dieses Jahr in seine 31. Auflage – mit vielen internationalen und nationalen Premieren.

© Jan Woitas/dpa

Dieses Filmfestival ist eine absolute Besonderheit. Zwar kann man nicht mit der Strahlkraft von Cannes, Venedig oder Berlin mithalten, aber dafür stehen hier die Kinder ganz fest im Mittelpunkt: Das Chemnitzer Kinderfilmfestival „Schlingel“ lädt mit 194 Filmen aus 60 Ländern Anfang Oktober zu einer filmischen Weltreise ein.

Einige der Produktionen sind erstmals überhaupt auf einer Leinwand öffentlich zu sehen. Dazu gehört das Filmdebüt des „Neinhorns“ nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Marc-Uwe Kling. Am Eröffnungswochenende werden neben dem Autor selbst auch Promis wie Torsten Sträter, Nora Tschirner und Karoline Herfurth erwartet, die den Protagonisten des Animationsfilms ihre Stimme geben.

Die Häschenschule geht in die dritte Runde: Beim „Schlingel“ Anfang Oktober in Chemnitz kann man die Welturaufführung erleben – lange bevor sie offiziell in die Kinos kommt.

Die Häschenschule geht in die dritte Runde: Beim „Schlingel“ Anfang Oktober in Chemnitz kann man die Welturaufführung erleben – lange bevor sie offiziell in die Kinos kommt.

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Auch der dritte Teil der Häschenschule feiert beim „Schlingel“ Premiere, bevor das „Geheimnis um das Goldene Ei“ 2027 regulär in die Kinos kommt. Dass der Film zuerst in Sachsen gezeigt wird, schlägt einen Bogen zu den Wurzeln des Kinderbuchklassikers. Er war 1922 von Albert Sixtus in Kirchberg bei Zwickau zu Papier gebracht worden. Ganz neu auf der Leinwand sind aber auch internationale Produktionen in Chemnitz zu sehen, darunter der Film „Der Schlitten“ aus Indien und „Erwachsen“ aus dem Iran.

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Festival-Filme aus aller Welt: Fokus auf Polen

Das Programm soll unterhalten und gleichzeitig zum Nachdenken anregen und neue Ansichten eröffnen, wie Festivalleiter Michael Harbauer bei der Programmvorstellung erklärte. „Große Produktionen aus Deutschland stehen dabei Seite an Seite mit Filmen aus allen Ecken unserer Erde.“ Die internationalen Filme werden im Originalton mit deutschen und englischen Untertiteln gezeigt, für die jüngsten Besucher auch live im Kinosaal synchronisiert. Für das diesjährige Festival wurden den Angaben zufolge rund 3.000 Kurz- und Langfilme gesichtet.

Ein besonderer Fokus liegt dieses Jahr auf dem Filmschaffen im Nachbarland Polen. Dort entwickle sich eine eigenständige Kinderfilmszene, „die mit der anderer europäischer Länder in jedem Fall mithalten, sie zum Teil sogar übertrumpfen kann“, konstatiert Harbauer.

Das Filmfestival für Kinder und junges Publikum geht dieses Jahr in seine 31. Auflage. Es wird am 2. Oktober im Chemnitzer Opernhaus eröffnet und dauert bis zum 10. Oktober. Im Wettbewerb um verschiedene Preise stehen 58 Lang- und 81 Kurzfilme. Über die Gewinner entscheiden mehrere Kinder-, Jugend- und Fachjurys.

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