Auf der Autobahn 4 zwischen Jena und Weimar in Fahrtrichtung Frankfurt am Main hat sich ein schwerer Auffahrunfall zweier Sattelzüge ereignet. Nach Angaben der Autobahnpolizei-Inspektion Thüringen hielt ein 57-jähriger Sattelzugfahrer nahe der Anschlussstelle Bucha wegen eines technischen Defekts auf dem Standstreifen. Ein nachfolgender 36-jähriger Fahrer eines weiteren Sattelzugs bemerkte das stehende Fahrzeug zu spät und fuhr ungebremst auf das Heck auf.
Bei dem Aufprall wurde das Führerhaus des auffahrenden Lastwagens, der zu einer Spedition aus Brandenburg gehört, abgerissen. Der 36-jährige Fahrer erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Den Gesamtsachschaden schätzt die Polizei nach ersten Erkenntnissen auf 200.000 Euro.
Sperrung dürfte mehrere Stunden andauern
Die A4 ist an der Unfallstelle voll gesperrt. Während der Bergungsarbeiten will die Autobahnpolizei nach eigenen Angaben zumindest einen Fahrstreifen freigeben. Vorsorglich wurde auch der Jagdbergtunnel in Fahrtrichtung Frankfurt am Main geschlossen.
Der Verkehr staut sich derzeit auf einer Länge von 15 Kilometern. Das Stauende reicht bis in die Autobahnbaustelle zwischen Stadtroda und Jena-Zentrum. Als letzte freie Abfahrt vor der Unfallstelle nennt die Polizei die Anschlussstelle Stadtroda. Autofahrern, die die A4 lediglich zum Transit durch Thüringen nutzen, wird eine weiträumige Umfahrung empfohlen.
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