Stadtentwicklung

Sellerhäuser Viadukt in Leipzig fertig: Höhenpark kostet rund 8,1 Millionen Euro

Auf der alten Bahnbrücke im Leipziger Osten stehen jetzt 58 Bäume und 6500 Stauden und Gräser. Zwei Drittel der Kosten trägt ein Bundesprogramm.

Alexander Angierski
2 Min
Höhenpark: Auf dem Sellerhäuser Viadukt in Leipzig ist ein neuer Grünraum für Spaziergänger und Radfahrer entstanden.

Höhenpark: Auf dem Sellerhäuser Viadukt in Leipzig ist ein neuer Grünraum für Spaziergänger und Radfahrer entstanden.

© Tnemtsoni/CC BY-SA 3.0

Die Stadt Leipzig hat den Höhenpark auf dem Sellerhäuser Viadukt am Freitag freigegeben. Die frühere Bahntrasse im Leipziger Osten ist damit ab sofort zum Joggen, Radfahren, Treffen und Entspannen nutzbar. Nach Angaben der Stadt liegt der Weg in gut acht Metern Höhe. Das Viadukt ist ein zentraler Abschnitt des Parkbogens Ost, der den Leipziger Osten künftig auf rund acht Kilometern als grünes Band umschließen soll.

Das Bauwerk ist 250 Meter lang und 8,80 Meter breit. Das Baudenkmal mit seinen Natursteinbögen wurde in den vergangenen Jahren saniert. Gepflanzt wurden 58 klimaangepasste Bäume, 6500 Stauden und Gräser sowie Sträucher und Geophyten, also mehrjährige Pflanzen mit Zwiebeln.

Die Pflanzen stehen in speziell entwickelten Trögen mit wasserspeicherndem Substrat. Regenwasser wird gesammelt und für die Bewässerung genutzt. So soll der Freiraum laut Stadt auch in heißen und trockenen Sommern zum Aufenthalt einladen.

Kosten für das Sellerhäuser Viadukt und nächste Bauschritte

Der abgeschlossene Bauabschnitt kostete nach Angaben der Stadt rund 8,1 Millionen Euro. Zwei Drittel stammen aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“, die verbleibenden 2,6 Millionen Euro trägt die Stadt. Die Idee des Parkbogens kam aus der Stadtgesellschaft und wurde über Jahre mit Bürgern, Planern und Verwaltung weiterentwickelt. Seit 2019 begleiten Sinai Landschaftsarchitekten, Gewinner des freiraumplanerischen Wettbewerbs, die Planung.

Oberbürgermeister Burkhard Jung sagte, eine Initiative von Bürgern habe Verwaltung und Stadtrat für ihre Idee begeistert. „Aus einem ehemaligen Bahnbauwerk ist ein grüner, öffentlicher Stadtraum geworden – der positiv auf das Stadtklima einzahlt, neue Wege für das Quartier öffnet und eine auch für Leipzig einmalige Aufenthaltsqualität bietet.“

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Als Nächstes soll ab Ende 2026 der rund 450 Meter lange Gartenpark zwischen Liselotte-Herrmann-Straße und Theodor-Neubauer-Straße entstehen. Die neue Brücke über die Eisenbahnstraße soll noch 2026 fertig werden. Die Weiterführung zum Volksgarten und die Querung der Torgauer Straße sollen 2027 beginnen. Weitere Informationen: www.leipzig.de/parkbogen-ost.

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