Die Forschungsergebnisse zu den mittelalterlichen Silberbergwerken unter Dippoldiswalde liegen jetzt als Buch vor. Die zweibändige Publikation „Die Bergwerke von Dippoldiswalde im 12. und 13. Jahrhundert“ wird am Dienstag, 27. Oktober, um 19 Uhr im Lohgerbermuseum in Dippoldiswalde vorgestellt, wie das Landesamt für Archäologie Sachsen mitteilte. Die wissenschaftliche Projektleiterin Christiane Hemker hält den Begleitvortrag und fasst die langjährigen internationalen Forschungen zusammen.
Hochwasser 2002 legte Gruben unter Dippoldiswalde frei
Das Hochwasser 2002 hatte unter dem Stadtgebiet eine unberührte hochmittelalterliche Bergbaulandschaft freigelegt, die zuvor in Vergessenheit geraten war. Ein internationales Team von Montanarchäologen untersuchte die Gruben in den folgenden Jahren im Projekt ArchaeoMontan. Seit 2019 gehört die Entdeckung zum Unesco-Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří.
Die rund 800 Seiten behandeln die naturräumlichen Voraussetzungen, archäobotanische Untersuchungen und die frühe Siedlungsgeschichte von Dippoldiswalde. Dazu kommen die unter Tage erhaltenen Einbauten, Tragwerke und technischen Geräte sowie ein bebilderter Katalog des Fundmaterials. Nach dem Vortrag steht ein großer Teil der Autorinnen und Autoren für Fragen zur Verfügung.
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Das Lohgerbermuseum liegt an der Freiberger Straße 18. Der Unkostenbeitrag für den Abend beträgt 5 Euro. Die beiden Bände werden vor Ort für 49,90 Euro verkauft.
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