Die Urlaubsorte zwischen Ostseeküste und Mecklenburgischer Seenplatte rechnen am langen Pfingstwochenende mit zahlreichen Gästen. Hoteliers und Tourismusvertreter zeigen sich zuversichtlich – langfristig steht die Branche jedoch unter Druck.
Die Beherbergungsbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern erwarten zu Pfingsten eine Auslastung von 76 Prozent. Das geht aus einer Umfrage der landeseigenen Mecklenburg-Vorpommern Tourismus GmbH unter Beherbergungs-, Gastronomie- sowie Freizeit- und Erlebnisanbietern hervor. Im Vorjahr lag der Wert bei 77 Prozent. Für die beiden Hauptsaisonmonate Juli und August rechnen die Beherbergungsbetriebe demnach mit einer Belegung von 80 beziehungsweise 81 Prozent. Die Werte liegen den Angaben zufolge etwa auf dem Niveau des Vorjahres.
Für zusätzliche Nachfrage könnte die Wettervorhersage sorgen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes soll es bis Montag trocken bleiben, mancherorts werden bis zu 28 Grad erwartet. „Sonne und milde Temperaturen geben oft den entscheidenden Impuls, spontan zu planen“, sagte Peter Kranz, Geschäftsführer der Mecklenburg-Vorpommern Tourismus GmbH. Er rechne mit kurzentschlossenen Gästen. Auch Lars Schwarz, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in Mecklenburg-Vorpommern, äußerte sich optimistisch. „Wir gucken mit einem sehr guten Gefühl auf Pfingsten, ich bin sehr zuversichtlich“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Die Betriebe seien gut vorbereitet und hätten noch Platz für Spontanurlauber. Mecklenburg-Vorpommern sei als Urlaubsland stark wetterabhängig.
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Die Preise für touristische Leistungen sind laut MV Tourismus GmbH im Vergleich zum Vorjahr um rund vier Prozent gestiegen. Mehr als die Hälfte der befragten Betriebe gab an, dass Urlauber mehr zahlen müssen; teilweise lagen die Steigerungen bei über 15 Prozent. In einigen Betrieben sind die Preise den Angaben zufolge allerdings so ausgewiesen wie im Vorjahr oder sogar gesenkt.
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Sechstes Jahr in Folge mit Umsatzminus
Langfristig steht die Branche jedoch unter Druck. Auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sprach bei einer Tagung in Warnemünde von einer angespannten Lage. Energie-, Personal- und Einkaufskosten seien in den vergangenen Jahren massiv gestiegen. 2025 seien dennoch über 33 Millionen Übernachtungen bei rund acht Millionen Gästen erreicht worden – das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte des Landes.
Dehoga-Präsident Schwarz wies allerdings auch darauf hin, dass 2025 das sechste Jahr in Folge mit einem Umsatzminus in der Branche gewesen sei. „Gäste und Einheimische geben spürbar weniger Geld aus“, sagte er.
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