In Potsdam läuft am 5. November die Dokumentation „Spione unter uns“ mit anschließendem Gespräch. Das teilte die Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße mit. Beginn ist um 19 Uhr im Filmmuseum Potsdam, der Eintritt kostet fünf Euro. Karten gibt es im Onlineverkauf des Filmmuseums.
Der 94 Minuten lange Film stammt aus den USA und wurde 2025 fertiggestellt, Regie führten Jamie Coughlin Silverman und Gabriel Silverman. Im Mittelpunkt steht Peter Keup, der in der DDR als politischer Gefangener einsaß und später Historiker wurde. Sein eigener Bruder hatte ihn bespitzelt. Keup suchte rund drei Jahrzehnte nach dem Ende des Kalten Krieges ehemalige Stasi-Offiziere auf und sprach mit ihnen vor der Kamera. Nach der Vorführung diskutiert Keup mit Maria Schultz, der Direktorin der Gedenkstätte.
Der Abend gehört zum Begleitprogramm der Sonderausstellung „Leben nach der Haft. Ehemalige politische Gefangene der DDR berichten“. Sie ist noch bis 6. Juni 2027 in der Gedenkstätte in der Lindenstraße 54 zu sehen. 20 ehemalige Häftlinge der Untersuchungshaftanstalt Potsdam und der Strafvollzugsanstalt Cottbus erzählen darin, wie die Haft ihr Leben danach prägte – von zerrissenen Familien bis zu Traumata. Zwischen 1949 und 1989 sperrte die SED-Diktatur etwa 250.000 Menschen aus politischen Gründen ein.
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Die Gedenkstätte ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist um 17.30 Uhr. Montags bleibt das Haus zu, ebenso vom 21. Dezember bis einschließlich 1. Januar 2027.
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