USA

Nach Fragen zu Russland-Sanktionen: Trump attackiert Reporterinnen von CNN und ABC

Der US-Präsident verweigert vor dem Weißen Haus Antworten und beschimpft stattdessen Journalistinnen – ABC nennt er den „schlechtesten“ Sender.

Peter Steiniger
Peter Steiniger
2 Min
US-Präsident Donald Trump bei einem Gespräch mit Journalisten vor dem Weißen Haus Anfang Oktober.

US-Präsident Donald Trump bei einem Gespräch mit Journalisten vor dem Weißen Haus Anfang Oktober.

© Matt Kaminsky/imago

US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch vor dem Weißen Haus Journalistinnen zweier großer US-Sender scharf persönlich angegriffen. Anlass waren Nachfragen zur Freilassung des US-Bürgers Stephen Hubbard aus russischer Haft und zu Trumps Verzicht auf neue Sanktionen gegen Russland.

Die CNN-Korrespondentin Kaitlan Collins hatte Trump nach Angaben des US-Magazins The Daily Beast darauf angesprochen, dass er zuvor erklärt habe, Washington habe für Hubbards Freilassung keine Gegenleistung erbracht. Trump entgegnete, ohne seinen Verzicht auf Sanktionen wäre Hubbard nicht freigekommen.

Auf Collins' Nachfrage, ob damit nicht doch ein Zugeständnis vorliege, sagte Trump: „Sie wissen nicht, wovon Sie reden. Sie sind dumm, Sie haben einen niedrigen IQ.“ Collins hatte zuvor darauf verwiesen, dass die ausgesetzten Sanktionen auf ein Gesetz zurückgingen, das nach dem verstorbenen Senator Lindsey Graham benannt ist.

Zweiter Wortwechsel mit ABC-Reporterin

Wenige Minuten später traf es die ABC-Korrespondentin Karen Travers. Sie fragte, warum der Verzicht auf die Sanktionen kein Zugeständnis an Moskau sei. Trump unterbrach sie mit der Frage, ob sie dumm sei, und bezeichnete ABC als den schlechtesten Sender überhaupt, wie The Daily Beast berichtete. Eine Antwort auf die Frage gab er nicht.

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Gegenüber Reportern begründete Trump den Schritt mit den laufenden Verhandlungen. „Wir verhandeln gerade mit Russland über die Ukraine. Wir stehen möglicherweise so kurz vor einer Einigung wie seit Langem nicht mehr“, sagte er laut der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu. Bei heiklen Gesprächen verhänge man keine neuen Sanktionen.

Hätte Washington die Strafmaßnahmen in Kraft gesetzt, wäre Hubbard nicht mehr freigekommen, so Trump. Zugleich hielt er daran fest, die USA hätten für die Freilassung des 74-jährigen Lehrers „nichts gegeben“.

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