Die politische Debatte über mögliche Kürzungen im Sozialsystem verunsichert einen Großteil der Bevölkerung in Deutschland und könnte die konjunkturelle Erholung ausbremsen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.
Laut einer repräsentativen Befragung äußern rund 81 Prozent der Teilnehmer einige oder große Sorgen um ihre finanzielle Absicherung. Als unmittelbare Folge schränken 42 Prozent ihre Konsumausgaben ein. Bei jenen, die sich stark sorgen, liegt der Anteil sogar bei etwa 71 Prozent. Für die Untersuchung wurden im Juni und Juli online rund 4000 Personen im Alter zwischen 18 und 75 Jahren befragt.
Im Zentrum der politischen Diskussion stehen unter anderem eine Anhebung des Renteneintrittsalters, Leistungskürzungen in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung sowie die Abschaffung der Lohnfortzahlung am ersten Krankheitstag, der sogenannte Karenztag. Drei Viertel der Befragten lehnen diese vorgeschlagenen Maßnahmen der Umfrage zufolge „stark“ oder „eher“ ab.
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