Im Thüringer Wald ist die seit über einem Jahr verschollene Luchsin Vreni mit Nachwuchs auf Wildkamerabildern dokumentiert worden. Wie der Thüringer Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mitteilte, handelt es sich um den ersten nachgewiesenen Fortpflanzungserfolg einer im Thüringer Wald ausgewilderten Luchsin.
Vreni war im August 2024 in die Freiheit entlassen worden. Kurz darauf fiel der Sender an ihrem Halsband aus, anschließend verlor sich jede Spur. Erst jetzt konnten Fachleute das Tier in der Nähe von Ilmenau anhand seiner Fellzeichnung auf Fotofallenaufnahmen eindeutig identifizieren. Auf einem Bild folgt ihr ein fast ausgewachsenes Jungtier.
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„Wir sind überglücklich, dass Vreni noch am Leben ist“, erklärte der Luchsexperte Markus Port vom BUND Thüringen. Die Entdeckung sei für ihn eine der „Sternstunden“ des Artenschutzprojekts gewesen.
Geburt im Frühjahr 2025
Das Jungtier dürfte nach Angaben des BUND im Frühjahr 2025 zur Welt gekommen sein. Damit habe sich die etwa zweijährige Luchsin bereits im ersten Jahr nach ihrer Auswilderung erfolgreich fortgepflanzt. Luchse bringen den Angaben zufolge normalerweise einmal jährlich zwei bis vier Junge zur Welt.
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Auf die Spur von Vreni kam das Projektteam zunächst durch Bilder einer privaten Wildkamera. Anschließend wurden zusätzliche Fotofallen installiert. Unterstützt wurde die Suche nach Angaben des BUND unter anderem von Jagdpächtern, Waldbesitzern und Mitarbeitern der Landesforstanstalt.
Vreni wurde 2023 im Wildnispark Langenberg bei Zürich geboren. Nach Angaben des Projekts „Luchs Thüringen“ ist sie die erste in menschlicher Obhut geborene Luchsin, die in Deutschland nach einer Auswilderung im Freiland Nachwuchs bekommen hat. Für die Naturschützer ist der Fund ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer stabilen Luchspopulation im Thüringer Wald. Diese soll als Verbindung zwischen den Beständen im Harz und im Bayerischen Wald dienen. (mit dpa)
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