Der 72-jährige Mann, der am 17. Mai auf dem Gelände der Tigerhalterin Carmen Zander im Schkeuditzer Ortsteil Dölzig von einem Tiger angegriffen worden war, ist am im Krankenhaus verstorben. Das teilte die Sächsische Staatskanzlei unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Leipzig mit.
Der Geschädigte habe sich seit dem Angriff ununterbrochen in stationärer Behandlung befunden. Er verstarb am vergangenen Freitag. Bei ihm handelte es sich um einen Pfleger.
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Die Staatsanwaltschaft Leipzig ordnete den Angaben zufolge am 13. Juli die Obduktion des Leichnams an. Das Ergebnis liege bislang nicht vor. Angesichts des Todes würden die Ermittlungen nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen gegen die Halterin geführt. Die Ermittlungen dauerten an.
Der Tiger war Mitte Mai aus seinem Gehege in Dölzig entkommen und hatte den Mann schwer verletzt. Der 72-Jährige hielt sich nach damaligen Polizeiangaben „berechtigt“ im Gehege auf. Die Polizei erschoss das Tier anschließend in einer nahegelegenen Kleingartenanlage. Der Vorfall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt und Proteste von Tierschutzorganisationen ausgelöst.
Als Folge des Vorfalls und eines länger andauernden Streits um die Haltungsbedingungen beschlagnahmte das Landratsamt Nordsachsen sechs der acht verbliebenen Tiger der als „Tigerkönigin“ bekannten Dompteurin Zander. Rund 25 Polizisten sicherten laut Behördenangaben das Gelände, während Tierärzte und Mitarbeiter der Tierschutzorganisation Animal Advocacy and Protection (AAP) die Tiere für den Transport in eine Auffangstation im spanischen Villena vorbereiteten. Zwei Tiger darf Zander behalten.
Das Veterinäramt hatte die Halterin nach eigenen Angaben seit 2024 wiederholt aufgefordert, die Gehege zu vergrößern. Anfang April wurde die Forderung erneut ausgesprochen und eine letzte Frist bis zum 30. Juni gesetzt. Zander selbst wies die Darstellung der Behörde in der MDR-Sendung „Fakt ist!“ zurück und erklärte, sie habe die Gehege längst auf Zoo-Niveau erweitert.
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