Es war eine süße Geste. Ein kurzes Video auf Instagram zeigt eine Tasse Espresso, ein Küchlein, darauf eine Schaumkrone, die dann sogar noch flambiert wird. Dann wird das Ganze mit einem Aufkleber garniert, auf dem Agustín Rogel im Trikot von Club Nacional zu sehen ist. Das Problem dabei: Der Spieler steht noch bei Hertha BSC unter Vertrag. Nacional hat das Dessert-Video, mit dem der Transfer des Spielers verkündet wird, zu früh gepostet.
Kündigung zwischen Rogel und Hertha noch nicht final
„Ich glaube, Nacional dachte, dass die Situation in Deutschland bereits geklärt sei, und hat deshalb die Präsentation vorverlegt“, sagte Rogels Berater Ariel Krasouski in der uruguayischen TV-Sendung „Punto penal“. Die Meldung, dass sich Verein und Spieler auf eine Vertragsauflösung und eine Weiterverkaufsklausel geeinigt hätten, ging am Wochenende bereits durch die Medien – und kam wohl auch in Uruguay an.
Der Verein kündigte also am Sonntag die Rückkehr seines ehemaligen Spielers an, obwohl dieser noch nicht unterschrieben hatte. Letzte Details scheinen wohl noch zwischen Rogel und Hertha zu klären zu sein, denn Krasouski sagte weiter: „Wenn wir nicht gekündigt haben, können wir es nicht vermelden. Wir haben auch noch nicht bei Nacional unterschrieben, wir sind uns einig, aber die Unterschriften fehlen noch.“
Rogel bei Hertha: Eine Minute Einsatzzeit in der Zweiten Bundesliga
Nacional habe sich bereits für den Fauxpas entschuldigt, erklärte Krasouski. Er glaube nicht, dass der Deal daran noch scheitern könnte. „Hertha spart sich damit auch ein paar Monatsgehälter des Spielers, und wir haben ihnen gegeben, was sie wollten.“
Hertha BSC: Der Traum vom Aufstieg droht bereits im Februar zu zerplatzen
Hertha BSC kommt nicht vom Fleck: Team lässt zu viele Torchancen beim KSC liegen
Tatsächlich dürfte die alte Dame froh sein, den Uruguayer von der Gehaltsliste zu bekommen. In der laufenden Saison in der Zweiten Bundesliga hat er eine einzige Minute Spielzeit bekommen. Schon die Vorsaison hatte er leihweise in Brasilien beim SC Internacional verbracht.
Gebraucht oder gewollt kann sich der 28-Jährige in Berlin nicht mehr gefühlt haben. Umso schöner für ihn ist es doch, wenn sich sein nächster Verein so sehr über ihn freut, dass er ihn vorstellt, bevor er überhaupt da ist.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]