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ZDF lädt überraschend alle Spitzenkandidaten zu TV-Debatte – Habeck will Triell in Böhmermanns Podcast

Im Streit um die TV-Kanzlerduelle geben ARD und ZDF überraschend nach und schlagen neue Sendungen vor. Zudem könnte es ein Alternativ-Triell in Jan Böhmermanns Podcast geben.

Len Sander
Len Sander
2 Min
Wirtschaftsminister Robert Habeck (Die Grünen) und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bei einer Kabinettssitzung am Mittwoch

Wirtschaftsminister Robert Habeck (Die Grünen) und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bei einer Kabinettssitzung am Mittwoch

© Political Moments/imago

Seit einigen Tagen tobt die Debatte um die Konstellationen der politischen TV-Duelle vor der Bundestagswahl. Am Donnerstagnachmittag verkündete das ZDF laut Bild-Zeitung, am 13. Februar zusätzlich zur Spitzendebatte eine 140-minütige Sendung mit den Kanzlerkandidaten von SPD, CDU, Grünen und AfD auszurichten. Dort sollen sie auf Bürgerfragen Rede und Antwort stehen. Zudem soll es eine Schlussrunde am 20. Februar von ARD und ZDF geben, in der alle Spitzenkandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien auftreten. Ob die Politiker diesen Plänen zustimmen, ist noch unklar.

Robert Habeck hatte sich am Mittwoch auf den sozialen Medien bereit erklärt, gegen Noch-Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Unions-Kanzlerkandidaten Friedrich Merz in einer Dreier-Debatte anzutreten. Diese soll im Rahmen von Jan Böhmermanns Podcast „Fest & Flauschig“ stattfinden, den dieser zusammen mit Olli Schulz moderiert. Böhmermann hatte im Rahmen der TV-Duell-Debatte in Online-Postings angeboten, ein Triell in seinem Podcast auszurichten.

Lieber im Podcast: Grüne wollen kein TV-Duell gegen AfD-Chefin

Zuvor hatte Habeck den Vorschlag von ARD und ZDF abgewiesen, in einem TV-Duell gegen AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel aufzutreten. Die öffentlich-rechtlichen Sender hatten angekündigt, eine separate Debatte mit Olaf Scholz und Friedrich Merz auszurichten – die am 9. Februar 2025 ausgestrahlt werden soll – und eine mit Alice Weidel und Robert Habeck.

Dieser Plan wurde vonseiten der Grünen, der AfD, dem BSW und der FDP kritisiert, da diese von der Spitzendebatte ausgeschlossen sein würden. Die Sender begründen die jetzige Programmplanung damit, dass Friedrich Merz der aussichtsreichste Gegenkandidat zu dem amtierenden Bundeskanzler Scholz sei. BSW-Chefin Sahra Wagenknecht verkündete nach dem Bekanntwerden der TV-Duell-Pläne, dass sie nun als Kanzlerkandidatin auftreten werde, um keine Nachteile zu erfahren.

Noch zur Bundestagswahl 2021 wurde von den Öffentlich-Rechtlichen ein TV-Triell mit Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz zwei Wochen vor der Bundestagswahl ausgerichtet. Die drei galten als aussichtsreiche Kandidaten für die Kanzlerschaft.

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