Saudi-Arabien

Trotz Angriffen auf Energieanlagen: Saudi Aramco steigert Gewinn im dritten Quartal

Der saudische Ölkonzern Saudi Aramco hat seinen Gewinn gesteigert. Höhere Ölpreise federten die Folgen des Iran-Kriegs ab.

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Tanklager in der North Jiddah Bulk Plant, einer Ölanlage von Aramco.

Tanklager in der North Jiddah Bulk Plant, einer Ölanlage von Aramco.

© Amr Nabil/AP/dpa

Der saudische Ölkonzern Aramco hat seinen Nettogewinn im dritten Quartal deutlich gesteigert. Er stieg laut Reuters um 34,5 Prozent auf 36,25 Milliarden US-Dollar (rund 33 Milliarden Euro). Der bereinigte Nettogewinn legte um neun Prozent auf 31,2 Milliarden Dollar zu, teilte das Unternehmen laut dpa mit. Damit übertraf Aramco die Erwartungen der Analysten.

Ein wesentlicher Grund für die Entwicklung waren die gestiegenen Ölpreise. Der Iran-Krieg hat auch die Ölproduktion Saudi-Arabiens getroffen, jedoch wurden die reduzierten Mengen laut Reuters durch höhere Ölpreise wieder ausgeglichen. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg in London im Laufe des Quartals um mehr als 40 Prozent, wie die dpa berichtet. Der globale Referenzpreis sei bis Mitte September auf mehr als 100 US-Dollar pro Barrel und im vergangenen Monat noch weiter gestiegen.

Angriffe auf Pipelines und Energieanlagen

Wichtige Energieanlagen des Königreichs waren wiederholt unter Beschuss geraten. Auch der Hauptsitz von Aramco sowie Raffinerien und Anlagen zur Ölverarbeitung waren von Angriffen betroffen. Für einige Angriffe werden die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen verantwortlich gemacht, wie Reuters und die New York Times berichteten.

Besonders schwerwiegend war ein Angriff im September auf die Ost-West-Pipeline Saudi-Arabiens. Sie verbindet die Ölfördergebiete im Osten des Landes mit dem Exportterminal Yanbu am Roten Meer. Damit ermöglicht sie Ölexporte, ohne dass Tanker die Straße von Hormus passieren müssen. Einige Wochen später flossen durch die Pipeline laut New York Times wieder rund sechs Millionen Barrel Öl pro Tag.

Saudi Aramco prüft „alternative Exportwege“

Saudi-Arabien nutzte zugleich weiterhin seine Exportterminals am Persischen Golf. Aramco zufolge konnte das Unternehmen seine Lieferungen trotz der Störungen aufrechterhalten. Im dritten Quartal exportierte der Konzern demnach 1,1 Millionen Barrel Rohöl mehr als im zweiten Quartal, sagte Vorstandschef Amin Nasser laut der New York Times.

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Angesichts der anhaltenden Unsicherheit will Aramco seine Transportmöglichkeiten ausbauen. Das Unternehmen prüfe zusätzliche Lagerkapazitäten im Ausland und „alternative Exportwege“, erklärte Nasser laut dpa. (mit dpa)

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