Die USA haben am Montag erneut Ziele im Iran angegriffen. Nach Angaben zweier Vertreter der US-Regierung war die Insel Gheschm in der Straße von Hormus das Ziel. Laut Reuters bezeichnete ein US-Regierungsvertreter die Angriffe als begrenzt. Sie hätten dem Schutz amerikanischer Flugzeuge gedient und bedeuteten keine Wiederaufnahme größerer Kampfhandlungen.
Ein Vertreter der US-Regierung erklärte, iranische Streitkräfte hätten zuvor Flugabwehrraketen gegen US-Flugzeuge eingesetzt. Nach Informationen des Nachrichtenportals Axios zerstörte ein US-Kampfflugzeug eine Raketenstellung der iranischen Revolutionsgarden, nachdem von der Insel aus auf ein US-Flugzeug geschossen worden war.
Die iranische Nachrichtenagentur Fars meldete unterdessen Explosionen auf Gheschm und in der gegenüberliegenden Hafenstadt Bandar Abbas. Das für den Nahen und Mittleren Osten zuständige US-Militärkommando Centcom ließ eine Anfrage zu den Angriffen zunächst unbeantwortet.
USA hielten weitere Angriffe geheim
Nach Recherchen des Wall Street Journal haben die USA in den vergangenen Wochen mehrfach iranische Ziele angegriffen, ohne die Einsätze öffentlich bekannt zu geben. Ein Regierungsvertreter sagte der Zeitung, die USA wollten nicht den Eindruck erwecken, dass sie wieder größere Angriffe auf den Iran planten.
Iran meldet Abwehr von US-Drohnen
Die iranischen Revolutionsgarden erklärten außerdem, sie hätten südlich von Gheschm zwei US-amerikanische Aufklärungsdrohnen mit elektronischen Mitteln abgefangen. Eine weitere US-Drohne sei östlich der Straße von Hormus zerstört worden, berichtete die dpa unter Berufung auf iranische Staatsmedien.
Ölpreise steigen nach Angriffen
Die Berichte über die US-Angriffe ließen die Ölpreise am Dienstag leicht steigen. Die Nordseesorte Brent kostete laut Reuters im frühen Handel 104,80 Dollar je Barrel, die US-Sorte WTI 96,66 Dollar. Am Montag waren beide Preise nach Gesprächen zwischen iranischen und katarischen Vertretern um mehr als sieben Prozent gefallen.
Gespräche über Kriegsende gehen weiter
Zugleich gehen die Bemühungen um ein Ende des Krieges weiter, der Ende Februar mit US-israelischen Angriffen auf den Iran begann. Teheran erklärte am Montag, die Kontakte zu Washington würden fortgesetzt. US-Präsident Donald Trump stellte ebenfalls eine mögliche Vereinbarung in Aussicht.
Der Krieg hat den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus stark eingeschränkt. Vor Kriegsbeginn wurde etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Rohöls und Erdgases durch die Meerenge transportiert.
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