Nach dem Tod dreier US-Soldaten hat US-Präsident Donald Trump dem Iran vielfache Vergeltung angedroht. Das Pentagon räumte derweil ein, dass seit Anfang Juli fast 100 amerikanische Militärangehörige bei iranischen Angriffen verletzt wurden.
„Jedes Mal, wenn der Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird er dafür ein Vielfaches bezahlen“, schrieb Trump am Montag (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social. Er habe die Armeeführung entsprechend angewiesen. Am Dienstagabend wollte der Präsident nach Angaben seiner Sprecherin zu einem Militärstützpunkt im Bundesstaat Delaware reisen, um der Ankunft der sterblichen Überreste kürzlich getöteter Soldaten beizuwohnen.
Neue gegenseitige Angriffe
Das für die Region zuständige US-Regionalkommando Centcom erklärte auf der Plattform X, in einer zehnten Angriffswelle in der Nacht zum Dienstag seien iranische „militärische Kommandozentralen, maritime Kapazitäten, Startanlagen für Raketen und Drohnen sowie Luftabwehrsysteme“ attackiert worden.
Damit solle die Fähigkeit Teherans geschwächt werden, Handelsschiffe in der Straße von Hormus anzugreifen.
Die iranische Armee meldete ihrerseits am Dienstagmorgen laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna Angriffe auf drei US-Stützpunkte in Kuwait sowie auf Luftabwehrsysteme und Radaranlagen in Bahrain.
Die Revolutionsgarden erklärten zudem, zwei Öltanker in der Straße von Hormus gestoppt zu haben. Nach Angaben der britischen Behörde für maritime Sicherheit UKMTO wurde zudem ein Tanker rund 15 Kilometer nordöstlich von Limah im Oman von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen.
Streit um Opferzahlen
Pentagon-Sprecher Sean Parnell teilte derweil mit, seit dem 7. Juli seien „nahezu 100 Soldaten in gewissem Maße verletzt“ worden, 96 Prozent seien in den Dienst zurückgekehrt. Die „große Mehrheit" der Verletzungen seien leichte Gehirnerschütterungen. Vorwürfe der Vertuschung wies er zurück: Solche Behauptungen seien „Erfindungen“.
Nach Angaben der New York Times hatte der Iran in der Woche vor dem tödlichen Angriff vom Freitag drei weitere Attacken in Jordanien verübt, bei denen Dutzende US-Soldaten verletzt und mehrere Hubschrauber beschädigt worden seien. Insgesamt sind laut Pentagon-Daten 17 US-Militärangehörige seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar getötet worden.
Beide Seiten hatten sich im April auf eine Waffenruhe geeinigt und im Juni ein Rahmenabkommen geschlossen. Trump erklärte die Feuerpause vor gut einer Woche für beendet, Teheran erklärte seinerseits am Samstag die Rahmenvereinbarung für hinfällig. Irans Präsident Massud Peseschkian sprach am Montag von einem „vollumfänglichen Krieg“ mit den USA.
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