Der frühere US-Marine Robert Gilman ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump aus russischer Haft freigelassen worden. Trump erklärte auf Truth Social, nach Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin habe Russland der Freilassung „auf humanitärer Basis“ zugestimmt. Nach Angaben Trumps verlangte Moskau keine Gegenleistung, ein Gefangenenaustausch fand demnach nicht statt.
Gilman diente laut Reuters von August 2019 bis August 2020 bei den US-Marines. Festgenommen wurde er im Januar 2022 in der russischen Stadt Woronesch. Nach Angaben staatlicher russischer Medien soll Gilman betrunken einen Polizisten getreten haben, so Reuters. Ein russisches Gericht verurteilte ihn zu viereinhalb Jahren Haft.
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Gilmans Vater, der aus Russland in den US-Bundesstaat Massachusetts ausgewandert war, bezeichnete die Vorwürfe in einem Gastbeitrag für den Boston Globe im Oktober 2024 als falsch, wie Reuters berichtet. Sein Sohn sei zum Zeitpunkt des Vorfalls krank gewesen und habe den Polizisten versehentlich getreten.
Ein US-Vertreter, der mit Gilman gesprochen habe, gab gegenüber Reuters an, Gilman könne gehen und sprechen und schien „den Umständen entsprechend in guter Verfassung“ zu sein. Trump gab ebenfalls an, er habe mit Gilman gesprochen. Er habe sich „einen richtig guten Cheeseburger nach der Landung“ gewünscht.
Landung in den USA
Nach Angaben von US-Vertretern gegenüber Reuters genehmigte Putin eine Begnadigung Gilmans. Ein hochrangiger russischer Vertreter, Juri Uschakow, habe Trumps Mitarbeiter in der vergangenen Woche informiert, Putin sei angesichts seiner Freundschaft zu Trump bereit, ein entsprechendes Dekret zu unterzeichnen.
Trump zufolge sollte Gilman noch am Dienstagabend auf dem Militärflughafen Joint Base Andrews nahe Washington ankommen. Ihn begleite seine Mutter Nancy. Anschließend solle Gilman voraussichtlich in eine Rehabilitationseinrichtung im texanischen San Antonio gebracht werden, wo er medizinisch behandelt werden solle, berichtete Reuters unter Berufung auf nicht namentlich genannte US-Beamte.
US-Außenminister Marco Rubio begrüßte die Freilassung, erklärte laut CNN aber, die Regierung strebe „weiterhin die sofortige Rückkehr aller anderen zu Unrecht inhaftierten Amerikaner an, darunter auch des zu Unrecht inhaftierten Stephen Hubbard“. Nach AFP-Angaben wurde der Lehrer im Ruhestand im Jahr 2024 wegen Söldnertums für die Ukraine zu fast sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Er weist die Vorwürfe dem Bericht zufolge zurück.
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