Iran-Krieg

Trump erklärt Waffenruhe mit dem Iran für beendet – und stimmt neuen Gesprächen zu

Donald Trump will auf Bitten Teherans neuen Gesprächen mit dem Iran zugestimmt haben. Zugleich erklärte der US-Präsident die bisherige Waffenruhe erneut für beendet.

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US-Präsident Donald Trump bei einer Pressekonferenz nach dem Nato-Gipfel in Ankara.

US-Präsident Donald Trump bei einer Pressekonferenz nach dem Nato-Gipfel in Ankara.

© Emmi Korhonen/imago

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben neuen Gesprächen mit dem Iran zugestimmt. Teheran habe um eine Fortsetzung der Verhandlungen gebeten, schrieb Trump am Freitag auf seiner Plattform Truth Social. Die USA hätten dem zugestimmt. Zugleich bekräftigte Trump das Ende der bisherigen Waffenruhe. Washington habe dem Iran unmissverständlich klargemacht, dass die Feuerpause „VORBEI“ sei, schrieb er in Großbuchstaben.

Wann und wo die Gespräche stattfinden sollen, ließ Trump offen. Auch blieb unklar, ob Vertreter beider Staaten direkt miteinander verhandeln oder erneut Vermittler eingeschaltet werden. Eine öffentliche Bestätigung aus Teheran, dass der Iran um neue Verhandlungen gebeten habe, lag zunächst nicht vor.

Bereits beim Nato-Gipfel in Ankara hatte Trump erklärt, die Waffenruhe und das im Juni vereinbarte Rahmenabkommen seien aus seiner Sicht beendet. „Ich denke, es ist vorbei. Ich will nichts mehr mit ihnen zu tun haben. Sie sind Abschaum“, sagte er dort. Gespräche mit iranischen Vertretern bezeichnete er als Zeitverschwendung und warf ihnen vor, „Lügner“ zu sein.

Katar will Vermittlerrolle stärken

Unterdessen traf nach einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim eine Delegation aus Katar im Iran ein. Das Emirat wolle damit seine Vermittlerrolle in dem Konflikt stärken. Weitere Einzelheiten zu den geplanten Gesprächen wurden zunächst nicht bekannt.

Die Lage war zuletzt erneut eskaliert. Das US-Militär bombardierte als Reaktion auf Angriffe gegen Tanker in der Straße von Hormus mehrfach Ziele im Iran. Katar warf Teheran zuletzt vor, einen Flüssiggastanker angegriffen zu haben. Dabei seien auch zwei weitere Schiffe getroffen worden. Zudem setzten die USA Sanktionen gegen iranisches Öl wieder in Kraft. Der Iran reagierte mit eigenen Angriffen, bei denen auch Kuwait, Bahrain und Jordanien unter Beschuss gerieten.

Washington und Teheran hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen verständigt, das weitere Verhandlungen ermöglichen sollte. Die Gespräche gerieten jedoch bereits vor den jüngsten Angriffen ins Stocken.

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