Die Technische Universität Ilmenau koordiniert vier Jahre lang ein internationales Forschungsprojekt zu Autos, deren Antrieb und Fahrwerk per Software gesteuert werden. Das teilte die Technische Universität Ilmenau am Dienstag mit. 15 Hochschulen und Unternehmen aus zehn Ländern gehören zu dem Projekt mit dem Namen „Detroid“. Die Europäische Union zahlt dafür rund 696.000 Euro.
Die Partner trafen sich am Montag erstmals online. Das Projekt läuft von Oktober 2026 bis September 2030. Es geht um sogenannte softwaredefinierte Fahrzeuge: Immer mehr Funktionen im Auto übernimmt Software, die sich auch nach dem Kauf per Update ändern lässt. Je mehr elektronische Systeme zusammenspielen, desto komplizierter wird die Technik. Die Forscher wollen herausfinden, wie Antrieb und Fahrwerk auch bei Störungen zuverlässig arbeiten.
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Die Leitung hat Valentin Ivanov, Leiter der Arbeitsgruppe Smart Vehicle Systems am Fachgebiet Regelungstechnik der Universität. Die Beteiligten kommen aus Europa, Japan, Australien und Vietnam, darunter die italienischen Universitäten in Bozen und Ancona. Das Geld stammt aus dem EU-Programm Marie Skłodowska-Curie Actions für Personalaustausch. Es bezahlt Aufenthalte von Forschern und Fachkräften bei Partnern im Ausland. Insgesamt sind 139 Monate solcher Arbeitsaufenthalte an Prüfständen, Testfahrzeugen und Simulationsanlagen vorgesehen. Genutzt werden dafür auch die Prüfstände und Testfahrzeuge des Thüringer Innovationszentrums Mobilität der TU Ilmenau. Am Ende sollen gemeinsame Modelle, Datensätze und Werkzeuge stehen, die auch nach dem Projektende verfügbar bleiben.
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