Kultur

„Turandot“ läuft ab 17. Oktober wieder im Opernhaus Magdeburg

Bei Puccinis Oper stehen in Magdeburg laut Theater bis zu 100 Darstellende auf der Bühne; Lilla Lee singt die Turandot, Aldo Di Toro den Calaf.

Alexander Angierski
3 Min
Turandot im Opernhaus: Puccinis Oper kehrt ab 17. Oktober mit mehreren Terminen auf die Magdeburger Bühne zurück.

Turandot im Opernhaus: Puccinis Oper kehrt ab 17. Oktober mit mehreren Terminen auf die Magdeburger Bühne zurück.

© Zoonar/imago

Das Theater Magdeburg nimmt Giacomo Puccinis Oper „Turandot“ wieder in den Spielplan auf. Die Wiederaufnahme ist am Samstag, 17. Oktober, um 19.30 Uhr im Opernhaus. Weitere Vorstellungen folgen am 25. und 30. Oktober, am 6. November und am 13. Dezember.

Die Inszenierung stammt von dem niederländischen Regisseur Michiel Dijkema, der auch die Bühne entworfen hat. Die Kostüme sind von Jula Reindell, die Dramaturgie liegt bei Ulrike Schröder. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Christian Øland. Die Premiere der Produktion lag nach Angaben des Theaters im Januar 2020.

Erzählt wird die Geschichte der chinesischen Prinzessin Turandot, die sich weigert zu heiraten. Von ihrem Vater hat sie das Zugeständnis erhalten, nur den Mann nehmen zu müssen, der ihr drei Rätsel beantwortet. Wer scheitert, dem droht die Enthauptung. Prinz Calaf lässt sich davon nicht abschrecken.

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Bruch im Bühnenbild markiert Puccinis Tod in „Turandot“

Puccini konnte seine letzte Oper nicht mehr vollenden; er starb vor dem Abschluss der Arbeit. Franco Alfano vervollständigte das Werk, das Libretto schrieben Giuseppe Adami und Renato Simoni. Dijkema will szenisch sichtbar machen, an welcher Stelle Puccini gestorben ist. Vor dem Schluss gibt es deshalb einen deutlichen Bruch im Bühnen- und Kostümbild.

Für Dijkema ist „Turandot“ zugleich Tragödie, Komödie und Märchen. Er verlegt die Handlung, wie von Puccini gefordert, in ein China „in der Zeit der Legenden“. Für das Bühnenbild habe er sich unter anderem von Bambuswäldern und Elementen der Kalligrafie inspirieren lassen. Zusammen mit den Kostümen entstehe ein archaisches Fantasie-China.

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Lilla Lee und Aldo Di Toro als Hauptdarsteller

Die südkoreanische Sopranistin Lilla Lee gastiert in Magdeburg in der Titelpartie. Den Prinzen Calaf singt wie bei der Premiere der australische Tenor Aldo Di Toro, zu dessen Part auch die Arie „Nessun dorma“ gehört. In weiteren Rollen stehen Jan Kristof Schliep (Altoum), Johannes Stermann (Timur), Anna Malesza-Kutny (Liù), Marko Pantelić (Ping), András Adamik (Pang), Aleksandr Nesterenko (Pong) sowie Mingyu Ahn und David Howes (Mandarin) auf der Bühne.

Zeitweise sind laut Theater bis zu 100 Darstellende gleichzeitig zu sehen. Dazu zählen das Solistenensemble, der Opernchor, die Magdeburger Singakademie, der Kinderchor des Konservatoriums „Georg Philipp Telemann“ und die Statisterie. Gesungen wird auf Italienisch mit deutschen Übertiteln; empfohlen ist die Oper ab zwölf Jahren.

Karten kosten 18 bis 36 Euro, ermäßigt zwölf bis 26 Euro. Sie gibt es an der Theaterkasse unter Telefon 0391 40490490, per E-Mail an [email protected] und im Online-Shop unter www.theater-magdeburg.de.

Turandot, Oper in drei Akten von Giacomo Puccini, Wiederaufnahme am Samstag, 17. Oktober, 19.30 Uhr, Opernhaus Magdeburg; weitere Termine 25. und 30. Oktober, 6. November, 13. Dezember.

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