Gut fünf Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September liegt die AfD in einer aktuellen INSA-Umfrage für das Onlineportal Nius mit 38 Prozent deutlich vor der CDU, die auf 25 Prozent kommt. Der Abstand zwischen beiden Parteien beträgt damit 13 Prozentpunkte. Beide verlieren im Vergleich zur Januar-Erhebung jeweils einen Punkt.
Die AfD, die unter Spitzenkandidat Ulrich Siegmund eine Alleinregierung anstrebt, ist damit derzeit so stark wie CDU und Linke zusammen. Laut der Potenzialanalyse könnte die Partei ihr Ergebnis noch weiter ausbauen: Ihr maximales Wählerpotenzial wird auf 45 Prozent beziffert. Rechnerisch wären parlamentarische Mehrheiten bereits ab 44 Prozent möglich. Jeder zweite zusätzlich mögliche AfD-Wähler käme demnach von der CDU, jeder dritte von der FDP.
Die Linke verzeichnet als einzige Partei einen Aufwärtstrend und verbessert sich um zwei Punkte auf 13 Prozent. Die SPD hingegen rutscht auf 6 Prozent ab und verliert ebenfalls zwei Punkte. Das Bündnis Sahra Wagenknecht erreicht 5 Prozent. Grüne (4 Prozent) und FDP (3 Prozent) würden den Einzug in den Landtag laut der Erhebung verfehlen.
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Schulze läge in Direktwahl knapp vorne
In einer hypothetischen Direktwahl des Ministerpräsidenten liegt der seit Ende Januar amtierende Regierungschef Sven Schulze (CDU) mit 29 Prozent knapp vor AfD-Herausforderer Siegmund (27 Prozent). Schulze punktet der Umfrage zufolge vor allem bei Frauen (31 zu 22 Prozent), während Siegmund bei Männern vorn liegt (33 zu 27 Prozent). Der CDU-Politiker mobilisiert 79 Prozent seiner eigenen Wählerschaft, Siegmund kommt auf 64 Prozent Zustimmung im AfD-Lager. Trotz des knappen Duells rechnen laut der Erhebung mehr Wähler mit einem Sieg Schulzes (32 Prozent) als mit einem Erfolg Siegmunds (28 Prozent).
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Bei der Frage nach Regierungsbeteiligungen wünschen sich laut INSA 46 Prozent der Befragten die AfD in der Regierung – 30 Prozent als führende Kraft, weitere 16 Prozent als Juniorpartner. Die CDU kommt hier auf insgesamt 41 Prozent Zustimmung. Bei den Koalitionspräferenzen zeigen sich klare Lager: CDU-Wähler bevorzugen eine Zusammenarbeit mit SPD und FDP, AfD-Wähler sehen am ehesten das BSW und die CDU als mögliche Partner.
Auch die CDU verfügt laut der Analyse über Wachstumspotenzial: Ihr maximales Wählerpotenzial liegt bei 37 Prozent, wobei 40 Prozent der möglichen Zugewinne von derzeitigen AfD-Wählern stammen könnten. Die Umfrage wurde vom 17. bis 24. März erhoben.
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