Bundestagswahl

Vizekanzler? Olaf Scholz möchte nicht unter Friedrich Merz arbeiten

Bundeskanzler Scholz geht als Spitzenkandidat der SPD ins Rennen um die Kanzlerschaft. Unter seinem Rivalen Friedrich Merz möchte er bei einer Wahlniederlage nicht arbeiten.

Paul Hoffmann Team News
2 Min
Olaf Scholz (l.) und Friedrich Merz könnten bald gemeinsam regieren.

Olaf Scholz (l.) und Friedrich Merz könnten bald gemeinsam regieren.

© IMAGO/Frederic Kern

Olaf Scholz hat ausgeschlossen, im Falle einer großen Koalition unter Friedrich Merz Vizekanzler werden zu wollen. „Das würde ich nicht“ machen, antwortete er in einem Interview mit dem Deutschlandfunk, um gleich darauf einzuschränken: „Aber ich kämpfe ja sowieso darum, dass ich erneut Kanzler sein kann.“

Doch ob Scholz über den Wahltermin am 23. Februar hinaus im Kanzleramt bleiben kann, ist offen. Umfragen wie das RTL/ntv-Trendbarometer sehen die Kanzler-SPD aktuell bei 17 Prozent – und damit 14 Prozent hinter der Union. Die würde, wenn Sonntag Bundestagswahl wäre, 31 Prozent der Wähler hinter sich vereinen können.

Neben einer GroKo könnte es auch zu einer Koalition von CDU/CSU mit den Grünen kommen. Die Partei von Robert Habeck und Annalena Baerbock verzeichnet aktuell einen kleinen Aufwärtstrend, liegt bei 13 Prozent. Doch innerhalb der Reihen der Union regt sich Widerstand gegen solch ein Bündnis. Insbesondere CSU-Chef Markus Söder hält nichts von einem Bündnis mit der Partei.

„Schwarz-Grün ist für uns keine Option“, betonte der immer wieder. Wenn man Deutschland wieder voranbringen wolle, dann reiche kein Regierungswechsel, so Söder. „Da braucht es einen Richtungswechsel. Es muss sich was grundlegend ändern, sonst werden es andere ändern“. Schwarz-Grün sei „nicht die richtige Perspektive“.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen

Berlins Regierender Bürgermeister warnt vor „Ausschließeritis“

Kai Wegner, Berlins Regierender Bürgermeister, ist hingegen offener für ein mögliches schwarz-grünes Bündnis. „Die Union wird nach der Bundestagswahl einen Koalitionspartner brauchen. Ich halte wenig von Ausschließeritis“, sagte er vor einigen Tagen. Man werde nach der Wahl einen Bündnispartner brauchen.

Auch wenn er verstehen könne, dass man mit den Grünen und wie diese sich auf Bundesebene präsentieren, nicht zusammenarbeiten wolle, gebe es doch auf Länderebene einige erfolgreiche Koalitionen dieser Art. „Warum sollte man solche Bündnisse also generell ausschließen?“

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner