Bei der Verabschiedung des Rugby-League-Teams Newcastle Knights vor dem australischen Finale ist am Samstag ein Auto in eine Menschenmenge gefahren. Zehn Menschen wurden verletzt, darunter mehrere Kinder. Das teilte die Polizei des Bundesstaates New South Wales mit. Ein fünfjähriges Mädchen und ein 67-jähriger Mann schwebten demnach in Lebensgefahr, die übrigen acht Verletzten seien in stabilem Zustand.
Der Vorfall ereignete sich nach Polizeiangaben gegen 9.30 Uhr Ortszeit an einem Kreisverkehr an der Newcastle Link Road im Vorort Wallsend. Tausende Fans hatten sich dort versammelt, um den Mannschaftsbus der Knights vor dem Endspiel gegen die Sydney Roosters am Sonntag in Sydney zu verabschieden. Der Bus wurde nach dem Unfall umgeleitet.
Fahrer festgenommen
Der Fahrer, ein 18-Jähriger mit Führerschein auf Probe, wurde noch am Unfallort festgenommen und zur Untersuchung auf Alkohol und Drogen in ein Krankenhaus gebracht. Nach ersten Ermittlungen gebe es keinen Terrorverdacht, erklärte die Polizei.
Der stellvertretende Polizeichef David Waddell sagte dem Sender ABC, der junge Mann sei vor dem Zwischenfall auffällig gefahren. Noch am Nachmittag sollte der 18-Jährige nach Angaben der Polizei wegen mehrerer Straftaten formell beschuldigt werden.
Newcastles Bürgermeister Gavin Morris schilderte dem Sender ABC, der Fahrer sei selbst Fan gewesen. „Er ließ den Motor aufheulen, er war aufgeregt, er war ein Fan, er war wegen der Freude des Augenblicks dort“, sagte Morris. „Irgendwie verlor er die Kontrolle über das Auto und ist in die Menge gefahren.“
Nach Angaben der dpa äußerte sich auch Australiens Premierminister Anthony Albanese auf X betroffen über den „schrecklichen Vorfall“. Das Finale soll am Sonntag wie geplant stattfinden.
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