Fünf Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD in Umfragen weiter klar vorne. Mit 36 Prozent liegt die AfD der aktuellen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Insa zufolge deutlich vor der SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD).
Während die AfD vorn liegt, kämpfen gleich mehrere Konkurrenten ums politische Überleben. Für das BSW wird es eng, für die Grünen brenzlig, für die FDP kaum noch machbar. Schwesig käme mit ihren möglichen Partnern derzeit auf keine Mehrheit.
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Umfrage zur Landtagswahl in MV: AfD und SPD legen zu
Bei der AfD hat sich im Vergleich zur letzten Umfrage von Anfang Juli, die von Infratest dimap durchgeführt wurde, nichts verändert. Dochg gegenüber der Landtagswahl 2021 konnte die Partei 19,3 Punkte zulegen.
Auch die SPD bleibt gleich und steht bei 29 Prozent. Verglichen mit 2021 bleibt das ein Absturz: Damals holte sie fast elf Punkte mehr.
Befragt wurden vom 4. bis 11. August 1000 Wahlberechtigte ab 16 Jahren. Die Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 3,1 Punkten.
Wer zittert um den Einzug? BSW, Grüne und FDP
Die Linke verschlechtert sich leicht und fällt auf 11 Prozent, die CDU liegt bei 10 Prozent.
Die Grünen stagnieren und erreichen weiterhin fünf Prozent – exakt die Marke, die über Einzug oder Aus entscheidet.
Das BSW bleibt weiterhin bei vier Prozent. Nach diesem Stand wäre die Partei von Sahra Wagenknecht draußen. Die FDP bliebe mit drei Prozent ebenfalls vor der Tür.
Warum Schwesig die Mehrheit fehlt
Für die amtierende Ministerpräsidentin wird es rechnerisch eng. SPD und Linke kämen zusammen auf 40 Prozent, SPD und CDU auf 39 – beides reicht nicht zum Regieren.
Selbst Rot-Rot-Grün bleibt mit 45 Prozent knapp unter einer Mehrheit im künftigen Landtag.
Realistisch wären damit vor allem Dreierbündnisse. Doch die CDU schließt ein Zusammengehen mit AfD wie mit Linken aus.
Was die Potenzialanalyse über AfD und BSW verrät
Entschieden ist damit nichts. Das Meinungsforschungsinstitut Insa fragte zusätzlich, welche Partei sich die Befragten grundsätzlich vorstellen könnten zu wählen.
Das größte Reservoir hat die SPD mit 16 zusätzlichen Prozentpunkten – gleichauf mit dem BSW. Die AfD kommt hier nur auf fünf. Auffällig ist die Nähe zwischen AfD und BSW: 68 Prozent der möglichen AfD-Wähler könnten sich auch das BSW vorstellen.
Zugleich halten 52 Prozent aller Befragten die AfD für gar nicht wählbar – der höchste Wert aller Parteien.
Streit ums TV-Duell: Warum CDU und Linke fehlen
Für Wirbel sorgte zuletzt das Fernsehduell vor der Wahl. Bei RTL/ntv und der Ostseewelle treten am Ende nur Schwesig und AfD-Herausforderer Leif-Erik Holm gegeneinander an.
CDU und Linke waren im Juni eingeladen, Ende Juli kam die Absage. Linken-Landeschef Hennis Herbst spricht von einem „Scheinzweikampf“. „Aus den Reihen der Organisatoren haben wir die Rückmeldung erhalten, dass das auf Wunsch der SPD erfolgt“, sagte er der Ostdeutschen Allgemeinen.
CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters berichtet Ähnliches. Schwesigs Sprecherin Lilly Blaudszun wies das zurück: „Jeder Sender entscheidet über sein Format selbst“. RTL/ntv verwies auf die Umfragewerte und die bundesweite Ausrichtung.
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