In der Lutherstadt Wittenberg wird am Sonntag, 8. November, um 17 Uhr die Opernrevue „Friedrich – Die Oper. 1 Tag im Leben des Kurfürsten“ im Stadthaus uraufgeführt. Der Eintritt ist frei, eingelassen wird, solange Plätze verfügbar sind, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Oberbürgermeister Torsten Zugehör und der Opernsänger Bastian Thomas Kohl hatten das Werk am Donnerstag in einem Pressegespräch vorgestellt.
Die Stadt hat das Stück in Auftrag gegeben; es entstand im Anschluss an das 500. Todesjahr von Kurfürst Friedrich dem Weisen. Kohl verantwortet Konzeption, künstlerische Leitung und Regie. Die Revue ist in fünf Akte gegliedert und führt musikalisch von der Renaissance über Barock, Klassik und Romantik bis in die Moderne. Historische Werke treffen dabei auf Neukompositionen; Orchester, Gesang, Schauspiel, Tanz, Projektionen und Artistik greifen ineinander.
Reliquien als roter Faden
Im Mittelpunkt stehen Friedrich der Weise, seine Reliquiensammlung sowie die religiösen und politischen Spannungen seiner Zeit. Fünf Stücke der Sammlung prägen jeweils einen Akt: die Riesenrippe, die Splitter des Kreuzes, der Heilige Gral, die Reliquien des heiligen Erasmus und das Schweißtuch der heiligen Veronika. „Die Reliquien Friedrichs des Weisen bilden den roten Faden durch die fünf Akte und eröffnen jeweils eigene Klang- und Bildwelten“, sagt Kohl. Zugehör sieht in dem Werk eine Möglichkeit, die Zeit des Kurfürsten „auf eine neue und lebendige Weise“ zu erzählen.
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An der Aufführung wirken insgesamt 158 Menschen unterschiedlicher Generationen mit. Professionelle Musikerinnen und Musiker arbeiten mit regionalen Orchestern, Chören, Vereinen, Schulen sowie Kindern und Jugendlichen zusammen. Beteiligt sind unter anderem das Sinfonieorchester Anhalt-Bitterfeld, die Capella Fidicinia Leipzig, das Paul-Gerhardt-Orchester Wittenberg, das Wolfener Balletensemble, der Turnverein Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz und die Seniorband des Gymnasiums Leucorea.
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