WM 2026

Nach Bühnenfauxpas: Spanien schneidet Donald Trump aus den Siegerfotos

Donald Trump wollte beim entscheidenden Pokalmoment auf der Bühne bleiben. Fifa-Chef Gianni Infantino griff ein, Spaniens Medien-Team fand anschließend eine eigene Lösung.

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Donald Trump (r.) steht noch auf der Bühne. Fifa-Chef Gianni Infantino fordert ihn auf, diese zu verlassen.

Donald Trump (r.) steht noch auf der Bühne. Fifa-Chef Gianni Infantino fordert ihn auf, diese zu verlassen.

© Tom Weller/dpa

Spanien hatte gerade das WM-Finale gegen Argentinien gewonnen, Kapitän Rodri hielt den goldenen Pokal in den Händen. Für gewöhnlich gehört der folgende Moment allein der Mannschaft. Doch Donald Trump dachte offenbar nicht daran, die Bühne rechtzeitig zu verlassen.

Auf dem Siegerfoto, das Spanien anschließend verbreitete, fehlte der US-Präsident. Dabei beließ es der Verband offenbar nicht bei einem geschickten Ausschnitt: Ein Vergleich mit Aufnahmen desselben Moments deutet darauf hin, dass Trump nachträglich aus dem Bild retuschiert wurde.

Trump hatte die Trophäe gemeinsam mit Fifa-Chef Gianni Infantino an Rodri übergeben. Infantino trat anschließend zur Seite, der Präsident blieb. Fernsehbilder zeigen, wie der spanische Kapitän Trump mit einer Handbewegung zu verstehen gibt, dass er Platz für die Mannschaft machen soll.

WM-Siegerehrung: Trump bleibt auf der Bühne – Infantino greift ein

Trump bewegte sich daraufhin zwar in Richtung der Treppe, blieb aber am Rand der feiernden Spieler stehen. Infantino lief noch einmal zu ihm, sprach ihm ins Ohr und versuchte offenbar, ihn zum Verlassen der Bühne zu bewegen. Zu spät: Rodri riss den Pokal in die Höhe, die Mannschaft sprang hinter ihrem Kapitän auf und Trump stand weiterhin auf dem Podium.

Internationale Medien fühlten sich an die Klub-WM im Vorjahr erinnert, bei der Trump ebenfalls auf der Bühne geblieben war. In sozialen Netzwerken wurde die Szene als sein zweiter Versuch binnen zwei Jahren kommentiert, sich zum Teil eines sportlichen Triumphs zu machen, zu dem er nichts beigetragen hatte. Das spanische Portal La Sexta spottete über einen „Darsteller, den niemand zu Spaniens Party eingeladen hatte“.

Spanien zeigt den Pokal, aber nicht Trump

Auf dem offiziellen Siegerfoto vom zweiten spanischen WM-Titel war von Trump nichts mehr zu sehen. Der Account der Nationalmannschaft veröffentlichte eine Aufnahme von Rodri und seinen jubelnden Mitspielern, auf der der Präsident offenbar nachträglich entfernt worden war. Auch Sports Illustrated und The New Republic sprechen von einer bearbeiteten Aufnahme.

In einer Bilderstrecke mit 20 Aufnahmen der Feierlichkeiten tauchte Trump nach Angaben des US-Magazins „People“ ebenfalls nicht auf. Der spanische Fußballverband veröffentlichte zudem ein Video der Pokalübergabe, dessen Ausschnitt so gewählt war, dass der Präsident außerhalb des Bildes blieb.

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Die Fifa löste das Problem weniger aufwendig. Sie beschnitt ein Siegerfoto so, dass lediglich am äußersten Bildrand ein kleiner Teil von Trumps dunklem Anzug zu erkennen war.

Schon Chelsea-Spieler staunten über Trump

Ganz überraschend kam Trumps Auftritt nicht. Bereits nach dem Finale der Klub-WM 2025 hatte der Präsident die Trophäe an den FC Chelsea übergeben und war anschließend mitten zwischen den Spielern stehen geblieben. Mehrere Profis reagierten damals sichtbar irritiert.

Einer erlebte nun eine besonders eigentümliche Wiederholung: Marc Cucurella gehörte sowohl beim Chelsea-Triumph als auch beim WM-Sieg Spaniens zur siegreichen Mannschaft. Beide Male war Trump noch dabei, als der Pokal in die Höhe gereckt wurde.

Dieses Mal dauerte sein Auftritt jedoch nur wenige Sekunden. Trump hatte es zwar erneut in den Pokaljubel geschafft. Einen Platz in Spaniens offizieller Erinnerung an den WM-Titel bekam er nicht.

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