Mit Kranzniederlegungen erinnern die Bundesregierung und das Land Berlin am Sonnabend an den Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953. An der Feierstunde auf dem Friedhof Seestraße nehmen unter anderen Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (beide SPD) teil. Auch Vertreter von Opferverbänden legen Kränze nieder. Die Sozialdemokraten wollen zudem am zentralen Mahnmal für den 17. Juni vor dem Bundesfinanzministerium an der Wilhelmstraße, dem einstigen Haus der Ministerien der DDR, tausend rote Rosen ablegen.Erstmals wird Wowereit auch dort auftreten. Er will damit das kaum bekannte, unauffällig unter Glas in den Boden eingelassene Mahnmal stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken, sagte ein Senatssprecher. Alexandra Hildebrandt von der Arbeitsgemeinschaft 13. August begrüßte den Auftritt Wowereits. Sie forderte jedoch erneut, den historischen Ort mit großen Fotos an der Wand des benachbarten Finanzministeriums besser sichtbar zu machen. Zuvor von ihr angebrachte Bilder waren dort 2005 aus Denkmalschutzgründen entfernt worden. Jörg Haspel vom Landesdenkmalamt lehnt es ab, sie erneut aufzuhängen. Allerdings sollen Wegweiser an der Wilhelmstraße Touristen besser auf den Ort aufmerksam machen, sagte Haspel. Bei dem Aufstand vor 53 Jahren hatten in der DDR mehr als eine Million Menschen für Demokratie und Freiheit demonstriert. Dabei starben mindestens 55 Menschen. (tr.)
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