Beelitz fordert vom Land Brandenburg mehr Zugverbindungen nach Potsdam und Berlin. Das Land plane, das Angebot einzuschränken, und gefährde damit die Entwicklung der Stadt, teilte die Stadtverwaltung Beelitz am Dienstag mit. Bürgermeister Bernhard Knuth verlangt Nachbesserungen bei den Linien RE 7, RB 33 und RB 37. Er unterstützt eine Dringlichkeits-Resolution der Fraktion UKB/CDU an das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung.
Die Stadt begründet das mit ihrem Wachstum entlang der Bahnstrecken. In Beelitz-Heilstätten wohnen rund 2200 Menschen, viermal so viele wie vor zehn Jahren. Dort liegen Schule, Kita, Ärztehaus, Supermarkt und betreutes Wohnen direkt am Bahnhof. In der Kernstadt entstand das Wohngebiet „Mein Beelitz“ nahe dem Stadtbahnhof, außerdem eine Sporthalle am Gymnasium und das neue Freibad. Der Entwurf des Flächennutzungsplans sieht neue Wohnbebauung fast nur in Bahnhofsnähe vor.
Knuth sagte: „Wenn das Zugangebot nicht mit der Stadtentwicklung mithält, suchen sich die Menschen Alternativen. Wer kann, wird angesichts kürzerer Züge und ein Jahr langer Umleitungen auf das Auto umsteigen.“ Das Land müsse beim Bahnverkehr nachlegen, damit seine eigenen Entwicklungsziele Wirklichkeit würden.
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Für Fahrgäste ändert sich ab dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember konkret: Die Verstärkerzüge des RE 7 fahren montags bis freitags nur noch zwischen Bad Belzig und Berlin-Wannsee, mit Anschluss an die S1 und S7. Die RB 37 fährt ab Beelitz Stadt fünf Minuten früher nach Wannsee, in der Gegenrichtung 15 Minuten früher, jeweils für den Anschluss an den RE 1. Die Sperrung der Berliner Stadtbahn für Regional- und Fernzüge dauert laut Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg noch bis 12. Dezember; Ersatz bietet die S-Bahn.
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