Ein Jahr ist es her, da gründete Sahra Wagenknecht ihre eigene Partei. Es lief nicht gut. Es lief fantastisch. Bei den Landtagswahlen in Brandenburg im vergangenen Jahr holte das BSW 13,5 Prozent der Stimmen. Aus dem Stand. Wagenknechts Ex-Partei, die Linke, erreichte gerade noch 3 Prozent. Doch jetzt scheint sich der Wind zu drehen.
Das Ergebnis des aktuellen Politbarometers der Forschungsgruppe Wahlen könnte bedeuten, dass die seit Wochen anhaltenden innerparteilichen Konflikte des BSW Spuren hinterlassen haben. Wenn die Bundestagswahl schon am nächsten Sonntag stattfinden würde, käme das Bündnis Sahra Wagenknecht demnach nur auf 3 Prozent. Ein Einzug in den Bundestag wäre somit ausgeschlossen, zumal die Partei bewusst keinen Erststimmen-Wahlkampf führt.
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Auffällig ist der Kontrast zu den Linken. Binnen weniger Wochen hat das BSW einen Prozentpunkt verloren. Gerade lagen sie noch bei 4 Prozent, nun sind es nur noch 3. Demgegenüber holt die Linke auf, legt laut der Umfrage 2 Prozentpunkte zu, überholt die Konkurrenz und landet bei 5 Prozent. Unverändert bleiben die Werte der Union (30 Prozent). Die SPD verzeichnet ein Plus von 1 Prozent und kommt derzeit auf 15 Prozent. Die Grünen liegen bei 14 Prozent, die FDP bei 4 Prozent und die AfD bei 21 Prozent.
Alle anderen Parteien, die unter „Sonstige“ gelistet werden, erhalten zusammengenommen 8 Prozent. Im Trendbarometer des Meinungsforschungsinstituts Forsa, dass im Auftrag von ntv/RTL erstellt wurde, liegt das BSW jedoch weiterhin bei 4 Prozent und die Linke bei 3 Prozent.
Wenn es um die Beurteilung von Politikern nach Sympathie und Leistung geht – „Was halten Sie von?“ – schneidet die BSW-Chefin bei der Forschungsgruppe Wahlen ebenfalls schlecht ab. Auf einer Skala von +5 bis -5 erreicht Wagenknecht einen Durchschnittswert von minus 1,6. Lediglich AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel wird mit minus 2,4 noch schlechter bewertet. In puncto Sympathie und Beurteilung der politischen Leistung liegt Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) mit deutlichem Abstand auf Platz eins (plus 1,9). Auf Platz zwei landet CDU-Mann Hendrik Wüst (plus 0,8), gefolgt von CSU-Chef Markus Söder (minus 0,3).
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