Sonntagsfrage

AfD vergrößert Abstand zur Union: Aktueller Deutschlandtrend zeigt klare Veränderungen

Die Kanzlerpartei verliert weiter an Rückhalt, während die Opposition ihren Vorsprung ausbaut. Nur ein Minister im Kabinett kann noch mehrheitlich überzeugen.

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Die AfD baut den Vorsprung im „Deutschlandtrend“ auf fünf Punkte aus.

Die AfD baut den Vorsprung im „Deutschlandtrend“ auf fünf Punkte aus.

© Christoph Reichwein/dpa

Die AfD hat ihren Abstand zur Union im „Deutschlandtrend“ der ARD auf fünf Prozentpunkte vergrößert. Wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Erhebung des Instituts Infratest dimap hervorgeht, kommt die Partei unverändert auf 27 Prozent. CDU und CSU folgen mit 22 Prozent und verlieren damit einen Punkt im Vergleich zu Anfang Juni.

Die SPD büßt der Umfrage zufolge ebenfalls einen Punkt ein und käme auf zwölf Prozent, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Die Grünen legen einen Punkt auf 15 Prozent zu, die Linke verbessert sich um einen Punkt auf elf Prozent. Die FDP wäre mit vier Prozent weiterhin nicht im Bundestag vertreten.

Mit der Arbeit der schwarz-roten Bundesregierung zeigten sich zuletzt nur 13 Prozent der Befragten zufrieden. Die Befragung fand von Montag bis Mittwoch dieser Woche statt – also noch bevor die Koalitionäre am Donnerstag ihr Reformpaket mit 34 Maßnahmen präsentierten. Für die Erhebung wurden 1.317 Wahlberechtigte befragt.

Pistorius bleibt beliebtester Minister

Beliebtester Politiker des Kabinetts bleibt Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) mit einem Zustimmungswert von 52 Prozent. Dahinter folgen mit einigem Abstand Außenminister Johann Wadephul (CDU) mit 28 Prozent Zufriedenheit sowie Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) mit 22 Prozent.

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Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf etwaige Wahlausgänge. (mit AFP)

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