Ausstellung

Albertinum: „Das große Drama“ zeigt Gipse von Auguste Rodin

Rund 70 Plastiken und 24 Gemälde, viele seit 1939 nicht gezeigt, erzählen vom Dresdner Bildhauerstreit um Georg Treus Ankäufe aus Paris.

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Rodin-Ausstellung: Das Albertinum in Dresden zeigt ab 31. Oktober rund 70 Plastiken und 24 Gemälde (Symbolbild).

Rodin-Ausstellung: Das Albertinum in Dresden zeigt ab 31. Oktober rund 70 Plastiken und 24 Gemälde (Symbolbild).

© Anadolu Agency/imago

Rund 70 Plastiken von Auguste Rodin und anderen französischen und belgischen Bildhauern um 1900 zeigt das Albertinum in Dresden ab 31. Oktober in der Ausstellung „Das große Drama. Auguste Rodin und der Streit um die Moderne“. Viele der Werke waren seit 1939 nicht mehr öffentlich zu sehen, wie die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden mitteilten. Dazu kommen 24 Gemälde sowie Fotografien, Medaillen, Plaketten und historische Dokumente. Kuratorin ist Astrid Nielsen.

Im Mittelpunkt steht die Geschichte der Sammlung und ihres Begründers Georg Treu (1843–1921), Direktor der Skulpturensammlung. Ab 1894 nahm er direkten Kontakt zu Künstlern auf und kaufte gezielt zeitgenössische Werke, vor allem aus Paris. Mit dem „Ehernen Zeitalter“ und dem „Mann mit gebrochener Nase“ erwarb er 1894 die ersten Rodin-Arbeiten, die überhaupt für ein deutsches Museum gekauft wurden. 1912 besaß Dresden mit 20 Plastiken den größten Rodin-Bestand in Deutschland, überwiegend aus Gips. Zu sehen sind auch Constantin Meuniers „Lastträger“, Emmanuel Frémiets „Gorilla, eine Frau raubend“ und das drei mal vier Meter große Bäcker-Relief von Alexandre Charpentier aus farbigem Steinzeug.

34 Bildhauer protestierten 1901 gegen die Ankäufe

Der Abguss des „Monument aux morts“ von Albert Bartholomé, neun mal 3,50 Meter groß, löste den Dresdner Bildhauerstreit aus. 34 Bildhauer beklagten im Dresdner Anzeiger vom 6. Januar 1901 eine „krankhafte Ausländerei“. Es ging vor allem darum, dass die öffentlichen Ankaufsmittel überwiegend in französische Plastik flossen. Das Original des Werks steht auf dem Pariser Friedhof Père-Lachaise. Für die Schau wurden die Werke restauriert und erforscht; ein Katalog mit dem ersten Verzeichnis des gesamten französischen und belgischen Bestands soll im Mai 2027 im Sandstein-Verlag erscheinen.

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Zum Begleitprogramm gehören Rundgänge und Kuratorenführungen in Deutsch und Französisch, Angebote für Familien und Menschen mit Beeinträchtigungen sowie Workshops, in denen Kinder und Erwachsene Reliefs modellieren oder Gips gießen. Am 11. März 2027 gibt das Vocalkonzert Dresden ein Wandelkonzert. Im letzten Raum können Besucher aufschreiben oder zeichnen, was sie heute als Drama ansehen.

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Die Ausstellung läuft bis 22. August 2027 im Albertinum. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr, Donnerstag bis 20 Uhr, Montag ist geschlossen. Der Eintritt kostet 14 Euro, ermäßigt 10,50 Euro, Schüler unter 20 Jahren zahlen 2 Euro.

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