Trotz der Bedenken aus dem Bundesfinanzministerium hält der Senat am Terminplan für den Abriss des Palastes der Republik fest. Noch vor Weihnachten soll der Auftrag vergeben werden. Gebe es keine Klagen gegen die Vergabe, könne der Abriss im Januar beginnen, sagte Manuela Damianakis, Sprecherin der Stadtentwicklungsverwaltung.Die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium Barbara Hendricks (SPD) hatte dagegen in einem Brief an die Abrissgegner Verständnis für deren Forderung gezeigt, den Palast zumindest so lange stehen zu lassen, bis über die Bebauung des Geländes und vor allem über die immer noch unklare Finanzierung des Projekts entschieden ist.Diese Äußerung sei als "Abgeordnete und Bürgerin gefallen und nicht als Mitglied der Bundesregierung", sagte Michael Marten, Sprecher des für den Palast zuständigen Bundesbauministeriums. Es bleibe beim Abriss-Beschluss des Bundestages von November 2003. Das Bundesfinanzministerium gab am Freitag keine Stellungnahme ab.2003 hatte der Bundestag entschieden, den Palast abzureißen und an gleicher Stelle ein schlossähnliches Gebäude zu bauen. Der Palast gehört dem Bund, Ausschreibung und Vergabe des Abrisses ist Aufgabe des Landes. Rund 20 Millionen Euro soll der Abriss kosten, der aus dem Hauptstadtentwicklungsfonds des Bundes bezahlt wird. Abrissgegner protestieren am Sonnabend. (tom.)Im Internet unter: www.palastbuendnis.de
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