Ein Ausflugsdampfer der „Weißen Flotte“ ist am Donnerstagabend auf der Müritz am sogenannten Großen Schwerin nahe Röbel auf Grund gelaufen. Nach ersten Angaben soll teils böiger Wind die Ursache für die Havarie gewesen sein. Insgesamt 20 Personen – Passagiere und Besatzung – waren an Bord.
Feuerwehr und Wasserrettung rückten mit Booten aus, nachdem Versuche gescheitert waren, das Schiff aus eigener Kraft von der Untiefe zu lösen. Alle Personen wurden sicher an Land gebracht, Verletzte gab es keine. Die genaue Ursache des Vorfalls ist noch unklar; die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen übernommen.
Fahrgäste schildern gelöste Stimmung an Bord
Die Passagiere, die eigentlich zur Kranichbeobachtung aufgebrochen waren, reagierten überwiegend gelassen auf die unfreiwillige Unterbrechung ihrer Tour. „Es ist erst versucht worden, das Boot wieder loszubringen, das ist nicht gelungen, deshalb wurde es dann eine richtige Rettungsaktion. Tolle Leistung der Feuerwehr und Rettungskräfte“, sagte ein Urlauber.
Eine weitere Passagierin berichtete, man habe während der Wartezeit sogar „Schiffsuntergangs-Szenarien wie Filme durchgesprochen“, die Stimmung an Bord sei meist gut gewesen.
Das Fahrgastschiff liegt weiterhin auf der Untiefe fest. Die Bergungsarbeiten sollen im Tagesverlauf fortgesetzt werden.
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