SPD-Vorsitzende Bärbel Bas hat eingeräumt, dass ein schlechtes Abschneiden ihrer Partei bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zu einer Debatte über die Parteispitze führen könnte. Zugleich bekannte sie sich zum Kurs der Bundesregierung.
Die Landtagswahl am 6. September in Sachsen-Anhalt sei „richtungsweisend, auch für uns als Vorsitzende“, sagte Bas den Zeitungen der Funke Mediengruppe mit Blick auch auf Ko-Parteichef Lars Klingbeil. „Da bin ich realistisch, es ist wie beim Fußball: Wenn es nicht läuft, wird über den Trainer diskutiert.“
Sollte die SPD erstmals nicht mehr in den Landtag in Magdeburg einziehen, wäre das nach den Worten der Bundesarbeitsministerin „katastrophal“. Dann würde es „ungemütlich in der SPD“. Davon gehe sie derzeit aber nicht aus.
Bas verweist auf schlechte Stimmung in der Partei
Bas räumte ein, dass die Lage in der SPD angespannt sei. „Niemand in der SPD ist mit der Lage der Partei zufrieden, auch Lars Klingbeil und ich nicht“, sagte sie. Seit der Bundestagswahl hänge die Partei in den Umfragen fest.
Die Koalition setze notwendige Reformen um, und die SPD-Spitze versuche deutlich zu machen, warum dieser Kurs richtig sei. „Aber in der Partei und im Land gibt es Debatten und Konflikte, ob dies der richtige Weg ist. Das bekommen auch Lars Klingbeil und ich zu spüren.“
Unzufriedene in der Partei warnte Bas davor, allein auf einen personellen Neuanfang zu setzen. Der SPD sei „nicht geholfen, wenn Köpfe ausgetauscht werden, aber die inhaltlichen Fragen bleiben“.
Umfragewerte zuletzt wieder verbessert
In Umfragen zu Sachsen-Anhalt war die SPD im Sommer zeitweise in die Nähe der Fünf-Prozent-Hürde gerückt. Zuletzt lagen ihre Werte laut Meinungsforschungsinstituten wieder bei sieben bis neun Prozent. Bei der Landtagswahl 2021 hatte die SPD in dem Bundesland 8,4 Prozent erreicht.
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Sie kämpfe entschlossen dafür, dieses Ergebnis trotz der Schwäche im Bund zu halten und weiterhin im Landtag vertreten zu sein, sagte Bas den Funke-Zeitungen. (mit AFP)
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