Die Erwartungen waren groß. Zumindest von außen. Als Felipe Chavez Ende des Transferfensters vom FC Bayern München zum 1. FC Magdeburg wechselte, kam schließlich nicht irgendein Nachwuchsspieler. Der 19-Jährige galt in München als eines der größeren Talente, hatte bereits für die Nationalmannschaft Perus gespielt und sollte in Magdeburg die nächsten Schritte machen.
So richtig angekommen ist Chavez allerdings noch nicht. Von einem Stammplatz ist der junge Offensivspieler nach den ersten Wochen weit entfernt. Selbst als Magdeburgs Kapitän und Kreativspieler Baris Atik beim 1:1 in Fürth ausfiel, rückte nicht Chavez in die Startelf. Trainer Petrik Sander entschied sich für Torben Müsel.
Dabei ist Chavez genau für diese Rolle gekommen. Technisch stark, kreativ, mit Ideen im letzten Drittel. Idealerweise könnten Atik und Chavez irgendwann sogar gemeinsam auf dem Platz stehen. Noch muss sich der Peruaner allerdings gedulden.
Seite an Seite mit dem Kapitän
In der Länderspielpause bekam er dafür eine besondere Gelegenheit: Chavez trainierte eng mit Atik zusammen und konnte sich dabei einiges vom Kapitän abschauen. „Er ist natürlich ein erfahrenerer Spieler als ich. Dementsprechend kann ich sehr viel von ihm lernen, vor allem offensiv“, sagte Chavez anschließend zu „Magdeburg Blau-Weiß“.
Es ist ein Satz, der viel über seine aktuelle Situation erzählt. Chavez soll nicht einfach sofort die Rolle eines etablierten Spielers übernehmen. Er soll lernen.
Magdeburgs Sportdirektor Peer Jaekel sieht die Entwicklung entsprechend gelassen. Er sagte zur „Bild“: „Für einen so jungen Mann, der da aus München rauskommt, ist das wieder ein anderes Niveau“, sagte er. Chavez müsse sich integrieren und sich an die Spielweise des FCM gewöhnen. „Es braucht seine Zeit, um das zu adaptieren.“
Chavez will „seinen Stempel aufdrücken“
Dass die Verantwortlichen trotzdem schnellere Fortschritte sehen, macht Hoffnung. Chavez habe eine hohe Auffassungsgabe, die Entwicklung gehe schnell. Woche für Woche bekomme er mehr Spielzeit.
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Und darum geht es für den Youngster derzeit. Nicht darum, möglichst schnell einen Stammplatz zu erzwingen. Sondern darum, die Minuten zu nutzen, die er bekommt. Chavez selbst formulierte sein Ziel entsprechend klar: Er wolle „in jedem Training hundert Prozent geben, in jedem Spiel alles geben und möglichst viele Minuten sammeln“.
Irgendwann soll daraus mehr werden. „Dem Spiel meinen Stempel aufdrücken“, möchte Chavez. Vielleicht beginnt dieser Prozess zunächst damit, dass er noch ein bisschen zuschaut. Gerade bei Baris Atik.
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