Jana und Thomas Ryba haben ihren Wohnmobilstellplatz mit acht Plätzen im Seebad Ahlbeck auf Usedom geschlossen. Wie die Ostsee-Zeitung berichtet, geht der Schließung ein mehrjähriger Streit mit den Behörden um die baurechtliche Zulässigkeit voraus. Die Homepage des Platzes wurde abgeschaltet, Stammgäste wurden per E-Mail über das Aus informiert.
Nach Angaben des Landkreises Vorpommern-Greifswald wurde der Stellplatz sowohl rechtswidrig errichtet als auch rechtswidrig in Betrieb genommen. Derzeit laufe ein Nutzungsuntersagungsverfahren. Für eine Wiedereröffnung sei eine Baugenehmigung erforderlich, wofür zunächst die baurechtlichen Voraussetzungen – insbesondere durch ein Bauleitplanverfahren – geschaffen werden müssten.
Die Gemeinde Heringsdorf verweist laut dem Bericht ebenfalls auf die fehlenden Genehmigungen. Das Grundstück liege nach Kenntnis der Gemeinde im baurechtlichen Außenbereich sowie in einem Landschaftsschutzgebiet. Daher seien unter anderem Fragen des Natur- und Umweltschutzes zu prüfen. Ob der Platz nachträglich genehmigt werden kann, ist derzeit offen.
Idee entstand wegen wild campierender Urlauber
Nach Darstellung der Betreiber sei die ursprüngliche Idee für den Stellplatz entstanden, weil in der Umgebung des Grundstücks immer häufiger Camper ohne offiziellen Stellplatz übernachtet hätten. Das Ehepaar habe daraufhin einen geregelten Ort für Wohnmobilurlauber schaffen wollen. Nach eigenen Angaben haben die Betreiber zahlreiche Anträge gestellt, um den Betrieb rechtlich abzusichern.
Ob auf dem Grundstück in Ahlbeck jemals wieder Wohnmobile stehen dürfen, bleibt ungewiss. Das Ehepaar trägt nach Angaben der Zeitung ein erhebliches rechtliches und wirtschaftliches Risiko.
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