Die Regierungspressekonferenz am heutigen Montag zeigte erneut ein bekanntes Muster der Berliner Kommunikation: Auf präzise Nachfragen folgen Verweise auf laufende Verfahren, auf Prüfungen oder auf politische Gesamtzusammenhänge. Besonders deutlich wurde das bei vier Themenkomplexen, die auch durch Fragen der OAZ in den Mittelpunkt rückten: die zurückgezogene Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland, Friedrich Merz’ Auftritt beim Bürgerdialog in Salzwedel, seine Selbstdarstellung im Spiegel-Interview, er nähme für sich in Anspruch, ein Bundeskanzler zu sein, der besonders intensiv auf den Osten schaut sowie die neuen US-Sanktionen gegen Kuba, die auch deutsche Unternehmen treffen.
Bundespressekonferenz
Abzug ohne Plan, Mieterschutz ohne Schutz, Kanzler ohne Empathie
Vier Themen, ein Muster: Die Bundesregierung kennt keine Zahlen, keine Härtefälle – und kein selbstkritisches Wort zum Auftritt des Kanzlers beim Bürgerdialog in Salzwedel.
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Regierungssprecher Stefan Kornelius (Mitte) hat ordentlich zu tun, um die Kommunikationspatzer seines Chefs schön zu reden.
© IMAGO/M. Popow
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