Zuletzt gab es Zweifel, ob die Fluggesellschaft Emirates an ihrem Berlin-Plan festhält. Doch der Präsident der Airline aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) zeigt sich weiterhin zuversichtlich, dass die geplante Verbindung zwischen Berlin und Dubai in absehbarer Zeit in Betrieb genommen werden kann. Die Hauptstadt werde ein „richtig starker Markt“, sagte Sir Tim Clark im Interview mit airliners.de.
Seit mehr als drei Jahrzehnten bemüht sich Emirates, Berlin ins Liniennetz aufzunehmen. So kurz vor dem Ziel will das Unternehmen nicht aufgeben, machte Clark klar. „Ich hoffe, dass wir, nachdem wir jetzt so weit gekommen sind, in den nächsten Monaten alles geregelt haben“, sagte er dem Luftfahrtjournalisten Andreas Spaeth.
Wie berichtet, wurde Mitte September 2026 bekannt, dass die Bundesregierung nach langem Drängen einer Ergänzung des Luftfahrtabkommens mit den Vereinigten Arabischen Emiraten zugestimmt hat. Anlass war ein Staatsbesuch des VAE-Präsidenten Scheich Mohamed bin Zayed Al Nahyan bei Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Berlin. Doch schon bald gab es Unstimmigkeiten.
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„Das vorliegende Dokument zu den Luftverkehrsrechten zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten muss klarer formuliert werden“, unterstrich der Emirates-Präsident im Interview mit dem Luftverkehrs-Nachrichtenportal. „Das muss geklärt werden, da sind einige Dinge drin, die für uns nicht funktionieren.“
So sehe das Dokument vor, dass die aktuelle Kapazität emiratischer Airlines in Deutschland eingefroren wird, erklärte Sir Tim Clark.
Wie berichtet, soll zwar eine Airline aus den Emiraten siebenmal pro Woche nach Berlin und zurückfliegen dürfen. Doch auf den anderen deutschen Flughäfen müsste die Zahl der Flüge auf dem heutigen Stand beschränkt werden, hieß es. Emirates dürfte also nicht öfter als heute nach Frankfurt am Main, München, Hamburg und Düsseldorf fliegen.
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„Wir werden im Moment nicht nach Berlin fliegen“
Das Dokument sei in Englisch abgefasst, berichtet Clark im Interview mit airliners.de. Er hätte eine deutsche und eine arabische Version erwartet, entgegnete er. Nun seien Probleme mit der Auslegung entstanden, bekräftigte der Emirates-Präsident. „Es ist möglich, dass sich die deutsche Interpretation des Wortlauts der Vereinbarung auf Deutsch anders liest“, sagte er. Eine Klärung sei im Gang.
Wie berichtet löste eine Äußerung von Clark am 21. Oktober Zweifel aus, ob es Emirates noch ernst mit Berlin meint. „Wir werden im Moment nicht nach Berlin fliegen“, sagte er während der Luftfahrtkonferenz World Routes in Frankfurt am Main. Beobachter befürchteten, dass Emirates den Berlin-Plan zu den Akten legt. Die Lufthansa, die eine Ausweitung der Verkehrsrechte ablehnt, hätte dann gewonnen.
Das Interview, das Sir Tim Clark dem Portal airliners.de gab, bestätigt diesen jedoch Eindruck nicht. Der Emirates-Chef unterstrich, dass eine Emirates-Route zwischen Berlin und Dubai auch ökonomisch sinnvoll wäre. Er wisse zum Beispiel, dass große Teile des diplomatischen Korps mit Emirates fliegen werden, erklärte der Airline-Präsident.
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Seit den 1990er-Jahren bemüht sich Emirates um Berlin
Qatar Airways, die den Flughafen Berlin Brandenburg (BER) mit Katar verbindet, wäre gut ausgelastet. Emirates halte an dem seit den 1990er-Jahren verfolgten Engagement für Berlin fest.
„Wenn wir endlich Klarheit haben, dann können sich die Dinge für uns fast über Nacht ändern“, so Tim Clark im Interview mit airliners.de. Mitte November will er offenbar in Berlin konkrete Pläne vorstellen.
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