Energie Cottbus hat im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga einen wichtigen Befreiungsschlag verpasst. Nach der Niederlage gegen den VfL Bochum kam die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz bei Eintracht Braunschweig nicht über ein 0:0 hinaus.
Wollitz lässt Cigerci draußen
Dabei setzte der Coach personell ein erstes Zeichen nach seiner deutlichen Kritik an der Mannschaft. Nach der 1:2-Heimniederlage gegen den VfL Bochum hatte Wollitz einen harten Kurswechsel angekündigt. In Braunschweig ersetzte Kinsombi den Energie-Kapitän Tolcay Cigerci, der zunächst auf der Bank saß. Cottbus' Kapitänsbinde trug stattdessen Bittencourt.
Tolcay Cigerci saß bei Energie Cottbus nur auf der Bank.
© Sven Heidmann/IMAGO
Vor 21.101 Zuschauern im Eintracht-Stadion entwickelte sich dann eine Partie, in der beide Mannschaften nur selten Gefahr ausstrahlten.
Braunschweig wollte an seine zuletzt starken Heimauftritte anknüpfen, darunter den 2:0-Derbysieg gegen Hannover 96. Die Gastgeber drückten Energie zunächst tief in die eigene Hälfte, fanden gegen die Lausitzer Defensive aber kaum Lösungen.
Die erste große Chance gehörte stattdessen Cottbus. Kinsombi setzte in der 14. Minute ein Ausrufezeichen, als sein Abschluss am Pfosten landete. Viel mehr offensive Höhepunkte hatte die erste Hälfte allerdings nicht zu bieten.
Torwart Lotka bringt Energie Cottbus in Gefahr
Auf der anderen Seite wurde es für Energie durch einen Fehler von Marcel Lotka gefährlich. Der Cottbuser Torhüter unterschätzte eine Flanke und lenkte den Ball gerade noch neben den Pfosten (35.). Es blieb die einzige nennenswerte Gelegenheit der Eintracht vor der Pause.
Nach dem Seitenwechsel überließ Braunschweig den Gästen zunehmend die Kontrolle. Energie hatte damit zwar mehr Ballbesitz, zeigte aber wenig Ambitionen, das Risiko entscheidend zu erhöhen. Die Schlussphase verlief entsprechend unspektakulär. Weder Ron-Thorben Hoffmann im Braunschweiger Tor noch Lotka auf Cottbuser Seite wurden ernsthaft geprüft.
Mit dem Remis stehen beide Mannschaften vorerst bei elf Punkten. Im weiteren Verlauf des Spieltags können sie in der Tabelle allerdings noch abrutschen.
Dynamo Dresden nutzt Fürther Blackout
Einen deutlich größeren Schritt machte Dynamo Dresden. Das bisherige Schlusslicht setzte sich im Kellerduell gegen die SpVgg Greuther Fürth mit 3:0 (2:0) durch und feierte vor 30.786 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion einen wichtigen Erfolg.
Dabei hatte Fürth zunächst die besseren Möglichkeiten. Omar Sillah (16.), Felix Klaus (22.) und Sacha Bansé (24.) scheiterten an Dynamo-Torhüter Lennart Grill. Die Führung erzielte dann Robert Wagner (31.) mit einem von Henry Blank abgefälschten Schuss nach Vorarbeit von Niklas Hauptmann. Kurz vor der Pause erhöhte Ben Bobzien (41.), dessen Abschluss Blank ebenfalls ins eigene Tor lenkte.
Nach dem Wechsel machte Vincent Vermeij (55.) das 3:0 perfekt. Blank rutschte beim Versuch, den Ball zu klären, vorbei. Wenig später flog der Fürther vom Platz: Nach einer Notbremse gegen Bobzien sah er in der 62. Minute Gelb-Rot.
Dynamo brachte den Vorsprung anschließend souverän über die Zeit und verschaffte sich im Tabellenkeller etwas Luft.
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