Drohnenvorfall

Ermittler finden Spuren einer Explosion nahe dem Flughafen Leipzig/Halle

Ermittler stoßen nahe dem Flughafen Leipzig/Halle auf mögliche Explosionsspuren. Ein Zusammenhang mit dem Drohnenfund wird geprüft.

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Im Zusammenhang mit einem Drohnenvorfall hat die Polizei ein leerstehendes Dorf unweit des Flughafens durchsucht.

Im Zusammenhang mit einem Drohnenvorfall hat die Polizei ein leerstehendes Dorf unweit des Flughafens durchsucht.

© Tobias Junghannß/dpa

Im Zusammenhang mit dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle hat die Polizei nach Informationen des MDR am Donnerstag erneut das verlassene Dorf Kursdorf unweit des Airports durchsucht. Bereits am Mittwoch waren die Ermittler dort im Einsatz. Eine Sprecherin des Generalbundesanwalts bestätigte MDR Sachsen den Einsatz. Zu den Zielen der Durchsuchung wollte sie aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben machen.

Bei den Durchsuchungen seien nach Recherchen von WDR und NDR Spuren gefunden worden, die auf eine Explosion in dem unbewohnten Ort hindeuteten. Zeugen sollen den Ermittlern von einer Detonation vor dem Drohnenfund berichtet haben. Nach diesen Angaben stießen die Beamten auf verbrannte Erde sowie kleine Metallfragmente. Den Ermittlern soll zudem ein Video vorliegen, auf dem die Explosion zu sehen sei. Die Untersuchung der Bodenproben dauere an.

Kriminalisten prüften nun laut den Berichten zwei mögliche Erklärungen: Die Täter könnten vor dem misslungenen Drohneneinsatz am Flughafen Beweismittel vernichtet haben. Denkbar sei auch, dass versehentlich eine zweite Sprengladung einer Drohne explodiert sei.

Bundesanwaltschaft spricht von schwerwiegendem Angriff

Am Dienstag vergangener Woche war die mit Sprengstoff bestückte Drohne zwischen mehreren ukrainischen Frachtflugzeugen entdeckt worden. Die Sicherheitskräfte stuften den Vorfall nach Angaben des MDR als sehr ernst ein. Die Bundesanwaltschaft, die die Ermittlungen übernommen hat, sprach von einem „schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland“.

Auch der Innenausschuss des Sächsischen Landtags befasste sich am Mittwoch in einer nicht öffentlichen Sitzung mit dem Vorfall. Beantragt hatte die Sondersitzung die AfD. Wie die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung berichtete, hielt sich der Erkenntnisgewinn in Grenzen, da die Bundesanwaltschaft den Fall übernommen habe und sächsische Abgeordnete daher keine neuen Informationen zum Ermittlungsstand erhielten. CDU, SPD und Grüne sprachen sich nach der Sitzung für ein besseres bundesweites Drohnen-Abwehrsystem aus. (mit dpa)

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