BERLIN. Astrid Klug gilt als eine unauffällige, aber fleißige Politikerin: Sieben Jahre lang saß die Abgeordnete aus dem Saarland für die SPD im Bundestag. Vier Jahre davon war sie als parlamentarische Staatssekretärin die rechte Hand von Ex-Umweltminister Sigmar Gabriel. Dabei hielt sie ihrem Chef den Rücken frei bei komplizierten Themen wie Biokraftstoffquoten oder Förderrichtlinien für Dieselrußfilter. Bis die Bundestagswahl kam. Da verlor Astrid Klug wie so viele in der SPD ihr Mandat und ihre Polit-Karriere schien beendet.Nun das Comeback: Wie ihr Mentor Gabriel, der neuer Parteichef werden soll, wird Astrid Klug in das Willy-Brandt-Haus einziehen. Als Bundesgeschäftsführerin soll die 41-jährige Bibliothekarin aus Homburg Ordnung in die Parteizentrale bringen und dort eine schlagkräftige Truppe aufbauen. Sie wird Nachfolgerin von Kajo Wasserhövel, der wegen seiner Nähe zum scheidenden Parteichef Franz Müntefering keine Zukunft hatte.Neben Klug holt Sigmar Gabriel einen weiteren Vertrauten aus dem Umweltministerium zur SPD: Tobias Dünow, bislang Vize-Pressesprecher im Haus am Alexanderplatz, soll neuer Parteisprecher werden.------------------------------Foto: Astrid Klug, 41, frühere Staatssekretärin im Bundesumweltministerium
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