Erdgeschichte

Freitaler Saurierplatte wird im Naturkundemuseum Chemnitz ausgestellt

Nach 125 Jahren im Archiv ist das Original aus dem Freitaler Steinkohlerevier als Dauerleihgabe nach Chemnitz gegangen. Dort ist es künftig öffentlich zu sehen.

Alexander Angierski
3 Min
Saurierplatte: Das Fossil steht für die geologische Geschichte Sachsens und wird in Chemnitz präsentiert.

Saurierplatte: Das Fossil steht für die geologische Geschichte Sachsens und wird in Chemnitz präsentiert.

© Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) hat die Freitaler Saurierplatte am Montag als Dauerleihgabe an das Naturkundemuseum Chemnitz übergeben. Bei der Übergabe waren Umweltstaatsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch, LfULG-Präsident Heinz Bernd Bettig, die Leiterin des Geologischen Dienstes Katrin Kleeberg und Bürgermeisterin Dagmar Ruscheinsky anwesend. Bislang bewahrte der Geologische Dienst des Landesamtes das Fossil im Archiv auf, ohne dass es öffentlich zugänglich war.

Die Platte war im Jahr 1901 im Steinkohlerevier Freital bei Dresden geborgen worden, nach Angaben des Landesamtes aus 300 Metern Tiefe im Bereich des Königin-Carola-Schachts. Sie ging damals an die Königliche Geologische Landesanstalt in Leipzig, die Vorgängerin des heutigen Geologischen Dienstes.

Das Fossil besteht aus sechs eng miteinander verschränkten Skeletten. Das Landesamt bezeichnet es als das einzige bekannte Material der etwa 1,2 Meter langen Gattung Pantelosaurus und als den einzigen Fund dieser Qualität weltweit; als Fachliteratur dazu nennt die Behörde Arbeiten von Hauße (1902), von Huene (1925) und Spindler (2016). Pantelosaurus war ein Fleisch- bis Allesfresser, womöglich das größte Raubtier seines Lebensraums, und kein Dinosaurier.

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Von Breitenbuch bezeichnete das Fossil als „einzigartiges Zeugnis sächsischer Erdgeschichte und ein Symbol für die Bedeutung geologischer Forschung“. Die Platte habe in Chemnitz einen Ort gefunden, „an dem sie bewahrt, weiter wissenschaftlich erforscht und der Öffentlichkeit präsentiert wird“.

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Der Staatliche Geologische Dienst ist die zentrale geowissenschaftliche Fachbehörde Sachsens und als Abteilung Geologie im LfULG angesiedelt. Er erstellt unter anderem Fachstellungnahmen und begleitet Bau- und Sanierungsvorhaben, etwa den Erzgebirgsbasistunnel der Neubaustrecke Dresden–Prag oder das Einstein-Teleskop in der Lausitz.

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