Das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) hat die Freitaler Saurierplatte am Montag als Dauerleihgabe an das Naturkundemuseum Chemnitz übergeben. Bei der Übergabe waren Umweltstaatsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch, LfULG-Präsident Heinz Bernd Bettig, die Leiterin des Geologischen Dienstes Katrin Kleeberg und Bürgermeisterin Dagmar Ruscheinsky anwesend. Bislang bewahrte der Geologische Dienst des Landesamtes das Fossil im Archiv auf, ohne dass es öffentlich zugänglich war.
Die Platte war im Jahr 1901 im Steinkohlerevier Freital bei Dresden geborgen worden, nach Angaben des Landesamtes aus 300 Metern Tiefe im Bereich des Königin-Carola-Schachts. Sie ging damals an die Königliche Geologische Landesanstalt in Leipzig, die Vorgängerin des heutigen Geologischen Dienstes.
Das Fossil besteht aus sechs eng miteinander verschränkten Skeletten. Das Landesamt bezeichnet es als das einzige bekannte Material der etwa 1,2 Meter langen Gattung Pantelosaurus und als den einzigen Fund dieser Qualität weltweit; als Fachliteratur dazu nennt die Behörde Arbeiten von Hauße (1902), von Huene (1925) und Spindler (2016). Pantelosaurus war ein Fleisch- bis Allesfresser, womöglich das größte Raubtier seines Lebensraums, und kein Dinosaurier.
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Für Chemnitz sprach aus Sicht der Landesgeologen die dortige geologische Ausstellung. Sie widmet sich dem erdgeschichtlichen Zeitabschnitt, aus dem auch die Saurierplatte stammt. Dazu gehört der Versteinerte Wald von Chemnitz, der vor 291 Millionen Jahren durch die Glutwolke eines Vulkans entstand und nur wenige Meter unter der Stadt liegt.
Von Breitenbuch bezeichnete das Fossil als „einzigartiges Zeugnis sächsischer Erdgeschichte und ein Symbol für die Bedeutung geologischer Forschung“. Die Platte habe in Chemnitz einen Ort gefunden, „an dem sie bewahrt, weiter wissenschaftlich erforscht und der Öffentlichkeit präsentiert wird“.
Kopien hängen in Oelsnitz und Pillnitz
Abgüsse der Platte aus den 1920er-Jahren hängen in Museen weltweit, unter anderem in London und New York. Im Jahr 2025 kamen zwei Kopien aus dem 3D-Drucker hinzu: eine im Museum Kohlewelt in Oelsnitz im Erzgebirge, die andere im Landesumweltamt in Pillnitz.
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Der Staatliche Geologische Dienst ist die zentrale geowissenschaftliche Fachbehörde Sachsens und als Abteilung Geologie im LfULG angesiedelt. Er erstellt unter anderem Fachstellungnahmen und begleitet Bau- und Sanierungsvorhaben, etwa den Erzgebirgsbasistunnel der Neubaustrecke Dresden–Prag oder das Einstein-Teleskop in der Lausitz.
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