Die Union ist im aktuellen Sonntagstrend auf 19 Prozent gerutscht – so niedrig lag sie in dieser Legislaturperiode noch nie. Das geht aus der neuen Insa-Umfrage hervor. Binnen einer Woche verlieren CDU und CSU einen weiteren Prozentpunkt.
Die AfD bleibt dagegen mit unverändert 29 Prozent stärkste Kraft im Bund. Zwischen beiden Parteien liegen damit zehn Prozentpunkte.
Union auf 19 Prozent – der Tiefstwert dieser Legislaturperiode
Die CDU/CSU verliert gegenüber der Vorwoche einen Prozentpunkt und steht nun bei 19 Prozent. Einen so niedrigen Wert hat die Union in dieser Wahlperiode noch nicht erreicht. Insa weist das Ergebnis als bislang schwächsten Stand der Legislatur aus.
Die AfD hält ihren Wert und kommt unverändert auf 29 Prozent. Der Abstand zur Union wächst dadurch auf zehn Prozentpunkte. In dieser Insa-Umfrage bleibt die AfD klar die stärkste politische Kraft im Bund.
Weil die Union nachgibt und die AfD stabil bleibt, vergrößert sich die Lücke zwischen Platz eins und Platz zwei.
Grüne so stark wie seit September 2023 nicht
Den auffälligsten Zuwachs verbuchen die Grünen: Sie gewinnen einen Prozentpunkt und erreichen 15 Prozent. So hoch lag die Partei in einer Insa-Umfrage zuletzt am 16. September 2023. Damit trennen die Grünen nur noch vier Prozentpunkte von der Union.
Auch die SPD verbessert sich um einen Punkt und kommt auf 14 Prozent. Zählt man SPD, Grüne und Linke zusammen, kommt das linke Lager auf 39 Prozent. Das ist nach Angaben von Insa der höchste Wert für dieses Dreierbündnis in der laufenden Legislaturperiode. Die Linke selbst gibt einen Punkt ab und liegt bei zehn Prozent.
Für zwei kleinere Parteien reicht es nicht: Die FDP fällt um einen Punkt auf vier Prozent. Das BSW verharrt bei drei Prozent. Beide würden an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern und den Einzug ins Parlament verpassen.
Alle Umfragewerte im Überblic
- AfD: 29 Prozent, +/-0
- CDU/CSU: 19 Prozent, -1
- Grüne: 15 Prozent, +1
- SPD: 14 Prozent, +1
- Linke: 10 Prozent, -1
- FDP: 4 Prozent, -1
- BSW: 3 Prozent, +/-0
- Sonstige: 6 Prozent
13 Prozent der Stimmen entfallen so auf Parteien, die an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern würden. Weil diese Stimmen bei der Sitzverteilung nicht zählen, wäre eine parlamentarische Mehrheit laut Insa bereits mit 44 Prozent der Stimmen möglich. Je mehr Stimmen an Parteien unterhalb der Hürde hängen bleiben, desto weniger Prozent braucht ein Bündnis für die Mehrheit der Sitze.
Wie die Insa-Umfrage zustande kam
Den Sonntagstrend erhebt Insa wöchentlich. Für die aktuelle Runde wurden 1203 Menschen befragt. Bei der Sonntagsfrage geben die Befragten an, welche Partei sie wählen würden, wenn schon am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre. Der Befragungszeitraum lag zwischen dem 21. und 25. September 2026. Die maximale statistische Fehlertoleranz gibt das Institut mit 2,9 Prozentpunkten an.
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